Anne Sudrow
Anne Sudrow (* 1970) ist eine deutsche Historikerin.
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anne Sudrow studierte Geschichte, Wissenschafts- und Technikgeschichte sowie Publizistik an der Freien Universität Berlin und der Université Lyon II. 2009 wurde sie an der Technischen Universität München mit einer Arbeit über die Produktgeschichte des Schuhs im Nationalsozialismus promoviert.[1] Sie lehrte an der Universität Göttingen, an der Technischen Universität Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2010 bis 2018 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und leitete dort seit 2012 einen Forschungsschwerpunkt zur Geschichte von selbstverwalteten Betrieben in Westeuropa seit 1945. Von 2016 bis 2017 war sie Vertretungsprofessorin für Technikgeschichte an der Technischen Universität Berlin und 2020 Gastprofessorin für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut der Universität Frankfurt am Main.[2][3][4][5][6] Von 2021 bis 2023 arbeitete sie am Institut für Wissenschaftsforschung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle.
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Schuh im Nationalsozialismus. Eine Produktgeschichte im deutsch-britisch-amerikanischen Vergleich. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0793-3.
- Geheimreport Deutsches Design. Deutsche Konsumgüter im Visier des britischen Council of Industrial Design (1946). Wallstein-Verlag, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1018-6.
- Unternehmen Sport: die Geschichte von Adidas. (mit Christian Kleinschmidt, Rainer Karlsch und Jörg Lesczenski) Siedler, München 2018, ISBN 978-3-8275-0122-6.
- Playing the Game. The History of Adidas. (mit Christian Kleinschmidt, Rainer Karlsch und Jörg Lesczenski) Siedler, München 2018, ISBN 978-3-7913-5830-7.
- Heil Kräuter Kulturen. Die SS, die ökologische Landwirtschaft und die Naturheilkunde im KZ Dachau. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-525-31169-1.
- Saat der Gewalt. Der „Kräutergarten“ in Dachau seit 1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-525-31170-7.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hedwig-Hintze-Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (2010).[7]
- Preis der Georg-Agricola-Gesellschaft für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte (2001)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anne Sudrow. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
- Literatur von und über Anne Sudrow im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Forscherprofil von Anne Sudrow bei Clio-online
- Werke von Anne Sudrow bei Open Library
- Suche nach „Sudrow Anne“. In: Deutsche Digitale Bibliothek
- Suche nach „Sudrow Anne“ im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ mediaTUM – der Medien- und Publikationsserver der Technischen Universität München. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Autorenprofil: Anne Sudrow. Wallstein Verlag, 2024, abgerufen am 3. August 2024.
- ↑ Autorenprofil: Anne Sudrow. Penguin Verlag, 2024, abgerufen am 3. August 2024.
- ↑ Gastprofessur: Anne Sudrow. In: fritz-bauer-institut.de. Fritz Bauer Institut, 2020, abgerufen am 3. August 2024.
- ↑ Clio: Forschung und Projekte: Anne Sudrow. In: clio-online.org. 2020, abgerufen am 3. August 2024.
- ↑ Lehrstuhl: Anne Sudrow. In: geschichte.hu-berlin.de. Humboldt-Universität, 2024, abgerufen am 3. August 2024.
- ↑ Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, 2023, abgerufen am 3. August 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sudrow, Anne |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 1970 |