Boavista Porto
| Boavista Porto | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Name | Boavista Futebol Clube | ||
| Sitz | Porto, Portugal | ||
| Gründung | 1. August 1903 | ||
| Farben | schwarz-weiß | ||
| Präsident | João Loureiro | ||
| Website | boavistafc.pt | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Cheftrainer | |||
| Spielstätte | Estádio do Bessa | ||
| Plätze | 28.263 | ||
| 2024/25 | 18. Platz. Primeira Liga | ||
| |||
Der Boavista Futebol Clube, kurz Boavista FC und im deutschen Sprachraum bekannt als Boavista Porto, war ein portugiesischer Fußballverein. Er wurde 1903 gegründet und war in Boavista, einem Stadtteil von Porto, beheimatet. Boavista gehörte zu den historisch erfolgreicheren Mannschaften Portugals.
Stadion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Heimstadion war das Estádio do Bessa Século. XXI. Dieses fasst knapp 30.000 Zuschauer und war Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2004. Die Vereinsfarben waren Schwarz und Weiß, die bei den traditionellen Trikots im Schachbrettmuster angeordnet sind, eine Reminiszenz an die Schachabteilung.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feierte Boavista Porto 2001 mit der portugiesischen Meisterschaft in der Saison 2000/01.
Dadurch spielte Boavista in der Folgesaison in der UEFA Champions League. Dort wurden sie in der ersten Gruppenphase Zweiter hinter dem FC Liverpool, schieden aber in der zweiten Gruppenphase als Dritter vor dem FC Nantes und hinter dem FC Bayern München und Manchester United aus. Die portugiesische Meisterschaft beendete Boavista als Vize-Meister, wodurch sie in der Saison 2002/03 am UEFA-Pokals teilnahmen und dort mit dem Halbfinaleinzug den größten Erfolg auf internationaler Ebene erlangten.
Am 9. Mai 2008 wurde der Klub aufgrund von Beeinflussung von Schiedsrichtern aus der Saison 2003/04 mit dem Zwangsabstieg in die 2. Liga sowie einer Geldstrafe in Höhe von 180.000 Euro belegt.[1] In der darauffolgenden Zweitligasaison folgte mit dem 15. Platz der Abstieg in die dritte Liga,[2] in der Boavista in folgenden fünf Jahren spielte.
Nach einer erfolgreichen Klage stellte der portugiesische Liga-Verband (LPFP) 2013 die Unrechtmäßigkeit des Zwangsabstiegs fest und beschloss die Rückkehr Boavistas in die Primeira Liga zur Saison 2014/15.[3] Die Erstliga-Rückkehr beendete der Klub mit dem 13. Platz.
Im Juli 2021 erwarb der Luxemburger Geschäftsmann Gérard Lopez 50,78 % der Anteile an der Boavista SAD.[4] Im Juli 2025 wurde der Verein insolvent erklärt, nachdem das Grundstück neben dem Estádio do Bessa Século. XXI für 5,55 Mio. Euro zwangsversteigert wurde.[5] Nach dem Abstieg aus der Primeira Liga in der Saison 2024/2025 wurde dem Verein aufgrund seiner Verschuldung sowohl die Lizenz für den Spielbetrieb in Liga Portugal 2 als auch in Liga Portugal 3 verweigert. Boavista stieg infolgedessen zur Saison 2025/2026 in die 5. Liga des portugiesischen Ligasystems ab.[6]
Neben Fußball betrieb der Verein die Abteilungen Behindertensport, Futsal, Handball, Leichtathletik, Radsport, Boxen, Turnen, Karate, Volleyball, Tennis, Schach, Paintball, Tauchen und Schwimmen.
Infolge nicht gezahlter Gebühren zur Verlängerung des Insolvenzverfahrens erklärte der Insolvenzverwalter, dass der Betrieb des Vereins komplett eingestellt werde.[7]
Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Portugiesischer Supercup (3)
- Sieger: 1979, 1992, 1997
- Finalist: 2001
Ehemalige Trainer
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José Augusto Torres (1987)
Jaime Pacheco (1998–2003, 2003–2005, 2006–2008)
Ehemalige Spieler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Frauenfußball
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Frauenfußballabteilung spielt auch in der höchsten Spielklasse und gewann drei Mal die portugiesische Meisterschaft Nacional Feminino (1994, 1995 und 1997)[8] sowie 2013 das erste Mal den Pokalwettbewerb Taça de Portugal de Futebol Feminino, in der die deutsche Leonie Pankratz zur Spielerin des Wettbewerbs geehrt wurde.[9]
Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Portugiesischer Meister: 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997
- Portugiesischer Pokalsieger: 2013
Auslandsniederlassungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Boavista hat derzeit sechs Auslandsniederlassungen, mit Boavista Futebol Clube Timor-Leste seit 2018 die jüngste in Osttimor. Die anderen sind Águias de Luxemburgo Boavista Futebol Clube, Batuque Futebol Clube und Boavista Futebol Clube da Praia in Kap Verde, Union Sportive Créteil-Lusitanos in Frankreich und Centro Português Cultural e Recreativo im deutschen Reutlingen.[10]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Boavista muss runter kicker online
- ↑ Boavista Porto drittklassig transfermarkt.de
- ↑ Boavista ist wieder erstklassig. In: Kicker Sportmagazin vom 1. April 2014 (abgerufen am 1. April 2014).
- ↑ E. C. O. News: Luxembourg-Spanish investor takes majority in Boavista football unit. 15. Oktober 2021, abgerufen am 19. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Lusa: Boavista SAD avança com processo de insolvência. 10. Juli 2025, abgerufen am 19. Juni 2026 (portugiesisch).
- ↑ Traditionsklub im freien Fall: Boavista stürzt in Bezirksliga ab. 29. Mai 2026, abgerufen am 19. Juni 2026.
- ↑ Maximilian Lotz: Einst gegen FC Bayern gespielt: Traditionsklub droht endgültiges Aus. In: sport1.de. 17. Juli 2026, abgerufen am 17. Juli 2026.
- ↑ Portugal – List of Women Champions and Cup Winners
- ↑ »Ein großartiges Erlebnis« für Leonie Pankratz ( vom 2. Mai 2014 im Internet Archive)
- ↑ O Jogo: Boavista anuncia filial em Timor Leste, 20. März 2018, abgerufen am 21. März 2018.