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Otto Zinke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Otto Zinke (* 25. Februar 1908 in Hannover; † 1999)[1] war ein deutscher Fernmeldetechniker. Ab 1955 war er ordentlicher Professor für Hochfrequenztechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt.

Otto Zinke wurde als Sohn von Anna Zinke, geborener Kramer, und des Reichsbankbuchhalters Max Zinke in Hannover geboren. Nach Besuch des humanistischen Gymnasiums in Berlin-Steglitz studierte er Fernmeldetechnik an der damaligen Technischen Hochschule (TH), der heutigen Technischen Universität (TU), in Berlin-Charlottenburg. Das Studium schloss er 1932 als Diplom-Ingenieur ab. Im Jahr 1936 wurde er zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.) promoviert und 1940 habilitierte er sich in Berlin am Institut für elektrische Schwingungslehre und Hochfrequenztechnik mit der Schrift Grundlagen der Strom- und Spannungsverteilung auf Antennen. Nachdem er am 23. Dezember 1940 dort seine Lehrtätigkeit als Privatdozent für Hochfrequenzmesstechnik und Hochfrequenztechnik begonnen hatte, wurde er am 1. Februar 1942 außerordentlicher Professor der TH Berlin für die genannten Fachgebiete. Ab 1942 war er zusätzlich Professor und Abteilungsleiter des Instituts für Schwingungsforschung (zuvor Heinrich-Hertz-Institut und heute Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik) im Lehrgebiet Hochfrequenz- und Röhrentechnik.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging er für zwei Jahre von 1948 bis 1950 nach Paris zum Centre national d’études des télécommunications (deutsch „Nationales Zentrum für Studien der Telekommunikation“) und danach, von 1951 bis 1955, für eine Industrietätigkeit zum Zentrallaboratorium von Siemens & Halske nach München. Ab dem 1. August 1954 war er Extraordinarius für Hochfrequenzmesstechnik am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik an der TU Berlin, bevor er 1955 ordentlicher Professor und Institutsdirektor an der Technischen Hochschule Darmstadt (heute Technische Universität) wurde. Er blieb es bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1973.[2] Auch danach blieb er der Hochfrequenzmesstechnik eng verbunden.

Otto Zinke war evangelisch, ab 1959 mit der Medizinerin Ruth Zinke, geborene Zehme, verheiratet und hatte zwei Töchter (Marianne und Annette).

Schriften (Auswahl)

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  • Hochfrequenz-Meßtechnik. Hirzel, Leipzig 1938; 3. Auflage ebenda 1959.
  • mit Heinrich Brunswig: Hochfrequenz-Meßgeräte. 1959.
  • Widerstände, Kondensatoren, Spulen und ihre Werkstoffe. 1965; 2. Auflage 1982.
  • mit Heinrich Brunswig: Lehrbuch der Hochfrequenztechnik. 1965; 2. Auflage 1973/1974.
  • mit Heinrich Brunswig: Hochfrequenztechnik 1 – Hochfrequenzfilter, Leitungen, Antennen. 6. Auflage. Springer, 2000, ISBN 978-3540-66405-5.
  • mit Heinrich Brunswig: Hochfrequenztechnik 2 – Elektronik und Signalverarbeitung. 5. Auflage. Springer, 1999, ISBN 978-3540-64728-7.
  • Zinke, Otto. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1389–1390.
  • Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Otto Zinke. In: Frequenz. 27/2, 1973 bei degruyter.com
  • Professor Dr.-Ing. habil. Otto Zinke 70 Jahre. In: Frequenz. 32/2, 1978 bei degruyter.com
  • Zur Person bei tu-berlin.de.

Einzelnachweise

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  1. Zur Person bei tu-berlin.de abgerufen am 19. Juli 2019.
  2. Professor Dr.-Ing. habil. Otto Zinke 70 Jahre. In Frequenz 32/2 1978 bei degruyter.com abgerufen am 19. Juli 2019.