close
 
elexiko
Grenzstreifen
Lesartenübergreifende Angaben

 Orthografie

Normgerechte Schreibung:Grenzstreifen 
Worttrennung:Grenz|strei|fen

 Grammatik- und Kookkurrenzprofil

Grammatische Angaben:verbformen.de
Kookurrenzprofil:suche ...

  Verteilung im elexiko-Korpus

Zahl der Quellen:20(von 31)
Zahl der Jahrgänge:23(von 63)
Frequenzschicht:V(101–500 mal belegt)

 Belege (automatisch ausgewählt)

Schriftsprachlich aus dem elexiko-Korpus:
das Paradoxe an alledem ist, daß die Aussichten auf eine Einigung der Großmächte schon lange nicht mehr so günstig waren wie heute - zumindest auf eine partielle Einigung. an mehreren Fronten haben Moskau und Washington in jüngster Zeit Kompromißbereitschaft signalisiert. Signal Nr. 1: bei der Stockholmer Konferenz über Vertrauensbildende Maßnahmen und Abrüstung in Europa (KVAE) haben die Diplomaten nach zweieinhalb Jahren eine Übereinkunft über Manöveranmeldung und Manöverbeobachtung getroffen, die in vielerlei Hinsicht über die Helsinki-Schlußakte von 1975 hinausgeht: die Anmeldepflicht gilt schon bei einer Beteiligung von 13000 Mann oder 300 Panzern (bisher 25000 Mann); bei einer Beteiligung von mehr als 17000 Mann müssen fremde Manöverbeobachter eingeladen werden (bisher können); das sowjetische Territorium ist bis zum Ural einbezogen (bis dato nur ein Grenzstreifen von 250 Kilometer Tiefe); vor allem aber sind zum ersten Mal Inspektionsverfahren zu Lande und aus der Luft präzise vereinbart worden. in diesem Punkte sind die Sowjets über Gromykos Schatten gesprungen. (H86/QZ4.51454 Die Zeit, 26.09.1986, Nr. 40, Jg. 41, S. 01. - Sachgebiet: Politik; Sommer, Theo: Karambolage oder Krise?)
So wurden für einen 422 Kilometer langen Streifen 130 Brutvogelarten nachgewiesen. Unter ihnen viele, die sonst in Deutschland fast ausgerottet sind. Mit gutem Grund propagierten Politiker den Erhalt des "Grünen Bandes" als Zukunftsaufgabe und ergriffen die Jahrhundertchance, weite Teile unter Naturschutz zu stellen. Jetzt allerdings rührt sich Widerstand, weil Landwirte den Grenzstreifen als lukrative Nutzfläche erkannt haben und mancherorts schon unter den Pflug nehmen - illegal. Der "Bund für Umwelt und Naturschutz" befürchtet, daß vom "Grünen Band" bald nur noch kleine Fetzen übrigbleiben werden. (O96/AUG.81100 Neue Kronen-Zeitung, [Tageszeitung], 09.08.1996, S. 5. - Deutscher Todesstreifen wurde ein Naturparadies)
Auch wer einen französischen, amerikanischen oder britischen Pass hat, kann auf Ausreise hoffen. Die Libanesen nicht. Sie können nur versuchen, irgendwo etwas Sicherheit zu finden. Nach der Aufforderung Israels, die Dörfer im südlibanesischen Grenzstreifen zu räumen, sind allein von dort schon mehr als 50000 Menschen geflohen. Insgesamt wird die Zahl der Kriegsflüchtlinge im Libanon auf eine halbe Million Menschen geschätzt. (HMP06/JUL.02028 Hamburger Morgenpost, 20.07.2006, S. 4-5; »Hoffentlich bricht keine Panik aus!«)