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Coke-Bottle-Linie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Original der Coca-Cola-Konturflasche (1915)

Die Coke-Bottle-Linie war ein in den späten 1960er Jahren und frühen 1970er Jahren verbreitetes Gestaltungsmittel des Automobildesigns. Namensgeber ist die Coca-Cola-Konturflasche, die auf der Seite liegend eine Wölbung aufweist.[1] Dieses Design wurde zuerst im Flugzeugbau angewandt, wo es als Konsequenz der u. a. von Dietrich Küchemann entdeckten Flächenregel auch als „Küchemann's Coke bottle“ (Küchemannsche Colaflasche) bekannt wurde.[2] Andere Bezeichnungen dafür sind Wespentaille oder Marilyn-Monroe-Form.[3][4]

Ebenso wie Heckflossen, Dagmar Bumpers und die Knudsen-Nase ist die Coke-Bottle-Linie eine Ikone einer bestimmten Designära.

Die dritte Generation der Chevrolet Corvette wurde unter anderem bekannt als die 'Coke-bottle' Corvette

Nach dem Abklingen der Heckflossenära, die vom Design der Jetflugzeuge inspiriert war, galten in den 1960er Jahren Überschallflugzeuge als Designvorbilder.[5]

In den USA machte der von Raymond Loewy entworfene Studebaker Avanti 1962 den Anfang. Die Pontiac-Modelle von 1962 hatten bereits dieses Designmerkmal übernommen. Eines der besten Designbeispiele für die Coke-Bottle-Linie ist der Buick Riviera von 1963. Im Chevrolet Corvette der dritten Generation (1967) wurde die Cola-Flasche-Formgebung jedoch mit vollem Nachdruck übernommen. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren wurde die Coke-Bottle-Linie zugunsten glatter Linien aufgegeben.

In Europa wurde die Coke-Bottle-Linie von den europäischen Divisionen von Ford und General Motors eingeführt. Wie schon bei vergangenen Designtrends wurde aber hier die Coke-Bottle-Linie im Vergleich zu den USA in abgeschwächter Form übernommen.

Europäische Beispiele für die Coke-Bottle-Linie sind der Opel Rekord C,[5] der Opel Commodore A, der Opel GT, der Ford Cortina TC und der Vauxhall Victor.

Die Coke-Bottle-Linie wurde von der japanischen Autoindustrie intensiv aufgegriffen. Beispiele sind der Suzuki Fronte und der Nissan Gloria.

Moderne Beispiele

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In den 2010er Jahren wird die Coke-Bottle-Linie bei bestimmten Fahrzeugen wieder zitiert, beispielsweise dem Nissan Juke.

Alain Prosts Ferrari 641, ausgestellt im New Yorker Museum of Modern Art

Die wohl kompromissloseste Umsetzung der Coke-Bottle-Linie findet sich beim Ferrari 641 aus dem Jahr 1990, der in der Fachpresse öfters als „einer der schönsten F1-Rennwagen aller Zeiten“ bezeichnet wurde.[6][7][8] Wegen der ansprechenden Formgebung wurde ein von Alain Prost gefahrenes ausgemustertes Exemplar des Typ641 dem Museum of Modern Art (MoMa) in New York überlassen und dort ausgestellt.[9][10]

Auch der McLaren M20, ein Sportwagen-Prototyp, der von McLaren für die Can-Am-Saison 1972 eingesetzt wurde, weist in der Seitenansicht eine deutliche Coke-Bottle-Linie auf.

Einzelnachweise

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  1. Classic Car Insurance: History of 'Coke-bottle' Styling. YouTube. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  2. Walter Sierra: Beyond the Saga of Rocket Science: In Space to Stay. Xlibris Corp., 2019, ISBN 978-1-4990-9524-1, S. 256 (englisch).
  3. Fifty Years Among the New Words: A Dictionary of Neologisms, 1941-1991. Cambridge University Press, 1993, S. 146, abgerufen am 28. März 2017 (englisch).
  4. Dennis Heversi: Richard T. Whitcomb Is Dead at 88; Revolutionized the Design of Jet Aircraft. In: The New York Times. 25. Oktober 2009, abgerufen am 28. März 2017 (englisch).
  5. 1 2 Inhalt. cokebottle-design.de. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  6. Philipp Schajer: Die schönsten Autos der F1-Geschichte. 18. Dezember 2020, abgerufen am 22. Februar 2024.
  7. The best-looking F1 cars of all time (list) | GRR. Abgerufen am 22. Februar 2024.
  8. https://www.topgear.com/car-news/classic/top-gears-coolest-racing-cars-ferrari-641
  9. Paul Horrell: FERRARI AT MOMA. Ferrari Magazine, 15. November 2017, abgerufen am 20. Januar 2020 (englisch).
  10. MoMA The Museum of Modern Art: #ArtSpeaks Pamela Popeson on Ferrari. In: MoMA The Museum of Modern Art. Facebook, 17. April 2018, abgerufen am 23. Januar 2020 (englisch).