FS E.403
| FS E.403 | |
|---|---|
| Nummerierung: | E.403.001–024 |
| Anzahl: | 24 |
| Hersteller: | AnsaldoBreda |
| Baujahr(e): | 2005–2008 |
| Achsfolge: | Bo'Bo' |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 19.900 mm |
| Breite: | 3.000 mm |
| Drehzapfenabstand: | 11.550 mm |
| Drehgestellachsstand: | 2.750 mm |
| Treibraddurchmesser: | 1.100 mm |
| Dienstmasse: | 88,5 t |
| Reibungsmasse: | 88,5 t |
| Radsatzfahrmasse: | 22,2 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 180 km/h |
| Stundenleistung: | 6.000 kW |
| Dauerleistung: | 5.600 kW |
| Anfahrzugkraft: | 315 kN |
| Stromsystem: | 3 kV =, 25 kV 50 Hz |
Die Baureihe E.403 sind Elektrolokomotiven der staatlichen italienischen Eisenbahnen Ferrovie dello Stato Italiane (FS). Sie wurden als europaweit einsetzbare Viersystem-Universallokomotiven entworfen, wobei sie als E.402 C ins Reihenschema eingeordnet werden sollten. Nach intensiver Erprobung wurden die Anforderungen auf eine Zweisystemausrüstung für 3 kV Gleichspannung und 25 kV/50 Hz Wechselspannung reduziert. Sie bespannen InterCity-Züge in Italien mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Weiterentwicklung der FS E.402B sollten die Lokomotiven analog zur Bombardier Traxx mit vier Stromsystemen europaweit einsetzbar sein. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h sollte die E.403 sowohl im Güterverkehr als auch im Personenfernverkehr eingesetzt werden.
Nach Versuchen, unter anderem auf dem Eisenbahnversuchsring Velim, zeigte sich der Entwurf durch hohe Masse, Störanfälligkeit und hohen Preis als nicht konkurrenzfähig gegenüber den Traxx- und Eurosprinter-Lokomotiven. Darauf wurde auf die Viersystemausrüstung verzichtet. Die Serienlokomotiven sind nur für den nationalen Fernverkehr vorgesehen.[1]
Durch Unzulänglichkeiten des Schleuderschutzes war die Lokomotivverfügbarkeit anfangs gering. Seit 2012 stehen die Loks jedoch zuverlässig im Einsatz.[1] Im Jahr 2018 begannen Probefahrten für den Einsatz vor Wendezügen und seit 2019 wird die Wendezugsteuerung im Betrieb genutzt.[2][3]
Technische Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mechanisch entsprechen die Lokomotiven weitgehend den E.402B, sind wegen der zusätzlichen elektrischen Ausrüstung aber etwas länger. Kleinere Unterschiede bestehen an der etwas kantigeren Stirnfront,[4] der Schutzblende, die sich um die Stirnwand zieht,[5] und der fehlenden Blende zwischen den Drehgestellen bei der E.403. Die E.403 sind mit Einholm-Stromabnehmer ausgerüstet, während die E.402B Scherenstromabnehmer besitzen. Für die Lokomotiven wurden neue Drehgestelle entwickelt. Diese Hembot genannte Bauart (High efficency motor bogie for trains) wurde für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ausgelegt.[6]
Die E.403 wurden in XMPR-Farbgebung ausgeliefert[7] und ab 2018 als Intercity Giorno lackiert.
Die elektrische Ausrüstung wurde gegenüber den E.402B modifiziert. Die beiden als Drehstrom-Asynchronmotoren ausgeführten Fahrmotoren eines Drehgestelles werden durch wassergekühlte IGBT-Traktionsumrichter angesteuert. Sie ermöglichen elektrisches Bremsen mit Rückspeisung in die Oberleitung oder mit Bremswiderständen.[1]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1, Seite 36
- ↑ Bericht über die Aufhebung der Fernsteuerung auf ferrovie.it
- ↑ Bericht auf www.ferrovie.it über den Einsatz der Wendezugsteuerung bei der E.403
- ↑ Vergleich der Stirnfront der FS E.403 (links) und der FS E.402B auf scalaenne.com
- ↑ Foto der Stirnwandblende bei der FS.E.403 (oben) und der E.402 B auf scalaenne.com
- ↑ Ansicht der Drehgestelle von FS E.402B (oben) und FS E.403 auf scalaenne.wordpress.com
- ↑ Foto der E.403 in XMPR-Farbgebung auf dem Versuchsring Velim
