Heinz Vieten
Heinz Vieten (* 18. März 1915 in Bonn; † 1985) war ein deutscher Radiologe und Hochschullehrer.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Heinz Vieten, Sohn von Mathilde Vieten, geborener Ohmen, und des Metzgermeisters Wilhelm Vieten, besuchte das Gymnasium Aloisius-Kolleg in Bad Godesberg. Von 1933 bis 1938 studierte er Medizin und Physik an der Universität Bonn und war dort Schüler des Radiologen Robert Janker. Vieten wurde zum Dr. med. promoviert. Er wurde Radiologe im Bereich Chirurgie der Medizinischen Hochschule Düsseldorf, habilitierte sich 1949 und begann seine Lehrtätigkeit an der Medizinischen Akademie bzw. Universität Düsseldorf. Dort wurde er 1955 außerplanmäßiger und 1957 außerordentlicher Professor sowie Direktor des Instituts und der Klinik für Medizinische Strahlenkunde. 1963 wurde er in Düsseldorf ordentlicher Professor für Röntgenologie und Medizinische Strahlenkunde.
Von ihm stammen grundlegende Beiträge zur Kontrastmitteldarstellung des Herzens, er leistete aber auch auf vielen anderen Gebieten der Radiologie, insbesondere der Klinischen Radiologie, Beiträge.[1]
Von 1936 bis 1939 entwickelte er ein tomographisches Verfahren für Röntgenaufnahmen, das er aber nicht weiterentwickelte.[2]
In den Jahren 1950 und 1953 erhielt er den Deutschen Schleussner-Röntgen-Preis, 1974 wurde er von der Deutschen Röntgengesellschaft mit der Albers-Schönberg-Medaille ausgezeichnet.[3] 1983 erhielt er die Remscheider Röntgenplakette. Vieten war Ehrenmitglied der Argentinischen Röntgen-Gesellschaft und der Kroatischen Ärzte-Gesellschaft.
Vieten war katholisch, heiratete 1940 Marianne D’hein und hatte vier Töchter (Birgitta, Marianne, Renate und Susanne).[4]
Publikationen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit H. Karcher und Hans Oberdalhoff veröffentlichte er 1959 Klinische Röntgendiagnostik chirurgischer Erkrankungen. Vieten war der ursprüngliche Herausgeber des Handbuchs der medizinischen Radiologie im Springer-Verlag. Da man ihn für zu jung hielt, kamen noch Franz Strnad aus Frankfurt, Olle Olsson (Lund) und Adolf Zuppinger (Bern) hinzu, ab 1963 Lothar Diethelm (Kiel, später Mainz) und ab 1974 Friedrich Heuck (Stuttgart) und Klaus Ranniger (Richmond/Virginia). Die Verträge mit den Herausgebern wurden auf dem Deutschen Röntgenkongress in Frankfurt 1957 geschlossen, ab 1966 kamen über Ranniger verstärkt englischsprachige Beiträge hinzu.[5]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vieten, Heinz. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1281.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Würdigung anlässlich der Röntgenplakette 1983.
- ↑ S. Webb: From the watching of shadows. The origins of radiological tomography. Adam Hilger, 1990, S. 84.
- ↑ Albers-Schönberg-Medaille drg.de. Abgerufen am 24. August 2020.
- ↑ Vgl. Vieten, Heinz. In: Who’s who in the Catholic World. 3. Auflage. Intercontinental Book and Publ., Wien 1983.
- ↑ Götze, Der Springer-Verlag, Band 2, Springer 1994, S. 49 f
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vieten, Heinz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Radiologe |
| GEBURTSDATUM | 18. März 1915 |
| GEBURTSORT | Bonn |
| STERBEDATUM | 1985 |