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Jo Gartner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jo Gartner
Grab von Jo Gartner, Friedhof Döbling Wien
Nation: Osterreich Österreich
Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von San Marino 1984
Letzter Start: Großer Preis von Portugal 1984
Konstrukteure
1984 Osella
Statistik
WM-Bilanz: 21.
Starts Siege Poles SR
8
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

Josef Anton „Jo“ Gartner (* 24. Jänner 1954 in Wien; † 1. Juni 1986 in Le Mans, Frankreich) war ein österreichischer Automobilrennfahrer.

In den Jahren 1975 bis 1979 startete Gartner seine Karriere in der Formel Super V. 1979 fuhr er eine Saison in der Europäischen Formel-3-Meisterschaft, unter anderem gegen Alain Prost. Von 1981 bis 1983 fuhr Gartner in der Formel-2-Europameisterschaft, wo ihm auch sein erster Formel-2-Erfolg mit dem Sieg beim Großen Preis von Pau 1983 gelang. Jo Gartner war 1984 bei insgesamt acht Formel-1-Grand-Prix auf Osella-Alfa Romeo am Start. Bestes Ergebnis war der 5. Platz beim Grand Prix von Italien, allerdings blieb Gartner ohne WM-Punkte, da Osella nur mit einem Auto zur Teilnahme an der Fahrer-WM berechtigt war. Dieser Grand Prix war (Stand 1/2026) das bisher einzige Formel-1 Rennen mit drei Österreichern in den Punkten (Lauda 1., Gartner 5., Berger 6.).[1]

1985 blieb Gartner ohne ein Formel-1-Cockpit, er wechselte daraufhin in die Sportwagenserie. Im selben Jahr fuhr Gartner das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, bei dem er mit seinen Teamkollegen David Hobbs und Guy Edwards trotz der Zieleinfahrt auf drei Rädern den vierten Platz erreichte.

Ein Jahr später, 1986, gelang ihm ein aufsehenerregender Sieg beim 12-Stunden-Rennen von Sebring auf einem Porsche 962 zusammen mit Bob Akin und Hans-Joachim Stuck.

In der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1986, gegen 3:12 Uhr, raste er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf der Mulsanne-Geraden mit über 300 km/h gegen die linke Leitschiene der Strecke und starb beim Aufprall. Der Wagen überschlug sich und kam auf der anderen Seite der Strecke zum Liegen, wo er anschließend ausbrannte. Die Ursache für den Unfall wurde nicht eindeutig geklärt; es wird eine gebrochene Hinterradaufhängung als Ursache angenommen.

Jo Gartners Grab befindet sich in Wien-Döbling, auf dem Döblinger Friedhof.

Statistik in der Formel-1-Weltmeisterschaft

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Gesamtübersicht

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Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1984 Osella Osella FA1F Alfa Romeo 890T 1.5 V8t 8 21.
Gesamt 8

Einzelergebnisse

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Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
1984
DNF DNF DNF DNF 12 5 Anm. DNF 16
Anm 
Keine Meisterschaftspunkte, da sich das Team mit nur einem Fahrzeug für die Saison angemeldet hatte.
Legende
FarbeAbkürzungBedeutung
GoldSieg
Silber2. Platz
Bronze3. Platz
GrünPlatzierung in den Punkten
BlauKlassifiziert außerhalb der Punkteränge
ViolettDNFRennen nicht beendet (did not finish)
NCnicht klassifiziert (not classified)
RotDNQnicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQin Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
SchwarzDSQdisqualifiziert (disqualified)
WeißDNSnicht am Start (did not start)
WDzurückgezogen (withdrawn)
HellblauPOnur am Training teilgenommen (practiced only)
TDFreitags-Testfahrer (test driver)
ohneDNPnicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJverletzt oder krank (injured)
EXausgeschlossen (excluded)
DNAnicht erschienen (did not arrive)
CRennen abgesagt (cancelled)
keine WM-Teilnahme
sonstigeP/fettPole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursivSchnellste Rennrunde
*nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
()Streichresultate
unterstrichenFührender in der Gesamtwertung

Le-Mans-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1985 Vereinigtes Königreich John Fitzpatrick Racing Porsche 962 Vereinigtes Königreich David Hobbs Vereinigtes Königreich Guy Edwards Rang 4
1986 Deutschland Porsche Kremer Racing Porsche 962C Sarel van der Merwe Japan Kunimitsu Takahashi Ausfall tödlicher Unfall von Gartner

Sebring-Ergebnisse

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Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1986 Vereinigte Staaten Bob Akin Motor Racing Porsche 962 Deutschland Hans-Joachim Stuck Vereinigte Staaten Bob Akin Gesamtsieg

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

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Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1982 Fritz Glatz TOJ SC205  MON  SIL  NÜR  LEM  SPA  MUG  FUJ  BRH
DNF
1985 John Fitzpatrick Racing Porsche 956  MUG  MON  SIL  LEM  HOK  MOS  SPA  BRH  FUJ  SEL
DNF DNF 4 DNF
1986 Kremer Racing Porsche 962  MON  SIL  LEM  NÜN  BRH  JER  NÜR  SPA  FUJ
8 3 DNF
  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.
Commons: Jo Gartner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Monza 1984: Als nicht nur die Sonne strahlte. In: laola1.at. 27. August 2024, abgerufen am 2. Januar 2026.