close
Zum Inhalt springen

Kettenstich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Einfacher Kettenstich beim Handnähen. Das erzeugte kettenartige Muster gab ihm diesen Namen
Erzeugen des Einfaden-Kettenstichs mit einer Nähmaschine

Der Kettenstich (auch Kettstich) ist ein Sammelbegriff für Nähstichtypenklassen, die durch Verkettung von Nähfäden, d. h. Nadelfaden und Greiferfaden, entstehen. Zu ihnen zählen

  • Einfachkettenstich
  • Doppelkettenstich
  • Überdeckkettenstich
  • Überwendlichkettenstich.[1]

Er dient dem Vernähen (Verbinden) von Stoffteilen in der Textilverarbeitung und ist gleichzeitig ein wichtiger Stich der Stickerei, z. B. bei der Tambourstickerei. Die Nadel sticht hierbei neben der Ausstichstelle ein und bildet so eine Schlinge. Diese wird um die neue Ausstichstelle gelegt. Durch die Wiederholung der Arbeitsschritte entlang einer gedachten Linie entsteht eine Schlingenkette. Industrienähmaschinen können mit Hilfe von Kettenstichen sehr elastische Nähte herstellen.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Fabia Denninger (Hrsg.): Lexikon Technische Textilien. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86641-093-0, S. 206, S. 284
Commons: Embroidery stitches – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien