Ramnath Goenka

Ramnath Goenka (Hindi रामनाथ गोयनका; geboren 1904; gestorben am 5. Oktober 1991) war ein indischer Zeitungsverleger und Gründer der Express-Gruppe.[1] Sein Name nimmt wegen seines öffentlichen Eintretens für Pressefreiheit und gegen staatliche Zensur eine herausragende Rolle in der indischen Pressegeschichte ein.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Goenka wurde 1904 geboren. Er stammte aus Darbhanga. Er ging nach Madras, das heutige Chennai, und arbeitete dort zunächst im Versand beim Free Press Journal. Im Jahr 1936 gründete er The Indian Express.[1] Nach der Unabhängigkeit Indiens gehörte er der verfassunggebenden Versammlung des Landes an und unterzeichnete die Verfassung.[1] Er brachte sich auch in der Parlamentspolitik ein; als amtierender Abgeordneter erlitt er bei der ersten Lok-Sabha-Wahl 1952 im damaligen Bundesstaat Madras in Tindivanam eine Niederlage.[3] Sein einziger Sohn war Bhagwan Das Goenka, dessen Ehefrau Saroj Goenka Geschäftsführerin von Express Publications war. Ramnath Goenka starb am 5. Oktober 1991 nach längerer Krankheit.[4][1]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unter Goenkas Führung wuchs The Indian Express zu einer Gruppe mit englisch- und regionalsprachigen Publikationen.[1] Schon in der Kolonialzeit stellte er publizistische Prinzipien über wirtschaftliche Rücksichten und erklärte 1942 in einem Leitartikel, er werde die Zeitung eher einstellen, als sich der britischen Zensur zu unterwerfen.[1] Während des Ausnahmezustands erschien am 28. Juni 1975 in The Indian Express ein gerahmter leerer Leitartikel, der zu einem bleibenden Symbol des Widerstands gegen Presselenkung wurde.[2] Trotz massiven Drucks veröffentlichte die Zeitung weiter kritische Berichte, Leitartikel und Karikaturen gegen Zensur und Regierungspolitik.[2] Sein Name lebt in den Ramnath Goenka Excellence in Journalism Awards fort, deren erste Verleihung 2006 stattfand.[5][6] An ihn erinnern eine nach ihm benannte Vortragsreihe und die Umbenennung einer Straße in Noida in Ramnath Goenka Marg im Jahr 2023 an sein öffentliches Vermächtnis.[7][8] Im erfolgreichen Bollywood-Film Guru (2007) ist die von Mithun Chakraborty gespielte Figur an Goenka angelehnt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 Ramnath Goenka (1904–1991). In: The Indian Express. Abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- 1 2 3 A blank editorial: How The Indian Express protested censorship during Emergency. In: The Indian Express. 25. Juni 2018, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ Blast from the past: When stalwarts tumbled in 1952 and 1957 Lok Sabha polls. In: The Hindu. 17. März 2024, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ Saroj Goenka passes away at the age of 94. In: The Hindu. 24. Mai 2024, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ PM presents Goenka journalism awards. In: Hindustan Times. 12. April 2006, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ Ramnath Goenka Excellence in Journalism Awards 2026: Here’s the full list of winners. In: The Indian Express. 27. März 2026, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ Celebrating ‘one of India’s most respected media pioneers’: PM Modi ahead of his address at 6th Ramnath Goenka lecture. In: The Financial Express. 17. November 2025, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
- ↑ UP CM Adityanath pays tribute to Ramnath Goenka, names road in Noida after him. In: Hindustan Times. 25. Juni 2023, abgerufen am 13. April 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Goenka, Ramnath |
| KURZBESCHREIBUNG | indischer Zeitungsverleger und Verlagsgründer |
| GEBURTSDATUM | 1904 |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 1991 |