Yann Algan

Yann Algan (* 3. April 1974 in Paris) ist ein französischer Wirtschaftswissenschaftler.
Werdegang, Forschung und Lehre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Algan studierte Philosophie an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, wo er 1998 als Master graduierte. Er blieb an der Hochschule, um bis 2001 sein Ph.D.-Studium in Wirtschaftswissenschaft abzuschließen. Anschließend war er für ein Jahr als Post-Ph.D. an der University of California, San Diego, ehe er ab 2002 als Assistant Professor zum akademischen Personal der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne gehörte. 2004 erhielt er dort als Agrégation des universités die Lehrbefugnis für Wirtschaftswissenschaften (äquivalent zur Habilitation) und wechselte anschließend bis 2007 als ordentlicher Professor an die Universität Marne-La-Vallée. Ab 2006 nahm er dabei parallel einen Lehrauftrag an der École d’Économie de Paris wahr. 2008 folgte er einem Ruf der Sciences Po. AB 2015 war er Dekan für die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität. 2021 übernahm er eine Professur an der HEC Paris, wo er zudem stellvertretender Dekan wurde.
Zu Algans Forschungsgebieten zählen insbesondere Fragestellungen der öffentlichen Finanzen, politische Ökonomie, Kultur- und Arbeitsökonomik, dabei wendet er oftmals Methoden der experimentellen Ökonomik an. Hierzu hat er umfangreich und grundlegend publiziert, was ihn zu einem der meistzitierten Wirtschaftswissenschaftler weltweit macht.[1]
2009 erhielt Algan gemeinsam mit Thomas Philippon den Prix du meilleur jeune économiste de France. Er gehörte zeitweise der Redaktion des wirtschaftswissenschaftlichen Periodikums Economic Policy an.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Algan hat neben diversen Fachbeiträgen in wissenschaftlichen Periodika und Working Papers verschiedene Bücher verfasst:
- La société de défiance: comment le modèle social français s’auto-détruit (mit Pierre Cahuc, 2007)
- Cultural Integration of Immigrants in Europe (Herausgeber mit Alberto Bisin, Alan Manning und Thierry Verdier, 2012)
- La fabrique de la défiance… et comment s’en sortir (mit Pierre Cahuc und André Zylberberg, 2012)
- L’État en mode start-up (Herausgeber mit Thomas Cazenave, 2016)
- Les Français, le bonheur, et l’argent (mit Elizabeth Beasley und Claudia Senik, 2018)
- L’Économie : CORE (2018)
- Les origines du populisme (mit Elizabeth Beasley, Daniel Cohen und Martial Foucault, 2019)
- Econofides : L’Économie pour le lycée (Herausgeber, 2019)
- Économie du savoir-être (mit Elise Huillery, 2022)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Private Homepage Yann Algans
- Yann Algan an der Sciences Po
- Yann Algan in der Datenbank von RePEc
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ repec.org: „Top 10% Authors, as of April 2026“ (abgerufen am 12. Mai 2026)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Algan, Yann |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 3. April 1974 |
| GEBURTSORT | Paris, Frankreich |