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121,5 MHz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Luftfunkstelle einer Cessna. Neben der Arbeitsfrequenz 122,80 MHz (links) ist die Notfrequenz 121,50 MHz (rechts) zu sehen. Unter der Funkstelle befindet sich der Radar-Transponder mit dem Code 1200.
Homing-Signal auf 121,5 MHz

121,5 MHz ist eine Notfrequenz und dient zur Abwicklung von Funkverkehr für Luftfahrzeuge in Notlagen.[1] Gesendet und empfangen wird in der Betriebsart Amplitudenmodulation. Im Bereich der Flugsicherung wird sie auch als Guard bezeichnet. Im Gegensatz zum Seefunkdienst, wo definierte Frequenzen zum Absetzen eines Notrufes dienen, wird diese Frequenz selten zum Absetzen eines Notrufs verwendet. Bewegliche Flugfunkstationen stehen meistens bereits in Kontakt mit einer Bodenfunkstelle auf einer Funkfrequenz. Eine Abhörpflicht der Frequenz für Luftfahrzeuge besteht nicht.

Definition der Internationalen Fernmeldeunion

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Gemäß Artikel 593 der Vollzugsordnung für den Funkdienst der Internationalen Fernmeldeunion ist für die Region 1 (Europa, u. a. mit Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland) folgende Regelung verbindlich:

„Im Frequenzbereich 117,975 MHz bis 136 MHz ist die Frequenz 121,5 MHz die Notfrequenz für den Flugfunkdienst und, falls erforderlich, die Frequenz 123,1 MHz die Hilfsfrequenz zur Frequenz 121,5 MHz; mobile Funkstellen des mobilen Seefunkdienstes dürfen unter den in Artikeln 38 und N 38 (Malaga-Torremolinos 1973, VO-Funk) festgelegten Bedingungen des mobilen Funkdienstes auf diesen Frequenzen in Not- und Sicherheitsfällen verkehren.“

Nationale Besonderheiten

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Sind mehrere Funkempfänger an Bord vorhanden, wird empfohlen, einen Empfänger zur ständigen Überwachung der Notfrequenz 121,5 MHz zu verwenden. Bodenfunkstellen des Flugfunkdienstes überwachen in der Regel ständig diese Frequenz. Viele Emergency Locator Transmitter (ELT) bzw. EPIRB (emergency position-indicating radiobeacon) senden auf dieser Frequenz ein Sprechfunkalarmzeichen aus.

Meldet sich ein Luftfahrzeug nicht auf der vorgegebenen Funkfrequenz, dann wird es von der Luftverkehrsführung, von anderen Luftfahrzeugen, die als Funkrelaisstation dienen, oder von der militärischen Luftraumüberwachung auf 121,5 MHz aufgerufen. Wird ein Luftfahrzeug von militärischen Abfangjäger abgefangen, wird ebenfalls versucht, über 121,5 MHz Kontakt aufzunehmen.

In der Vergangenheit wurde die Frequenz 121,5 MHz von COSPAS-SARSAT-Satelliten abgehört. Dieser Dienst wurde 2009 eingestellt.[2] Heutzutage hören COSPAS-SARSAT-Satelliten auf der Frequenz 406 MHz nach Aussendungen von Notfunkbaken.[3] Moderne Notfunkbaken senden zusätzlich zu der Frequenz 406 MHz weiterhin ein Signal auf der Frequenz 121,5 MHz aus. Diese Homing genannte Funktion dient der Ortung im Nahbereich durch SAR-Kräfte. Im militärischen Flugfunkbereich gibt es eine Frequenz mit vergleichbarer Aufgabe, die Frequenz 243 MHz.

Commons: 121.5 MHz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. www.icao.intSARPS about Emergency frequency
  2. www.aea.net The End Is Near for 121.5 MHz
  3. www.cospas-sarsat.int The International Cospas-Sarsat System has ceased satellite processing of 121.5/243 MHz beacons on 1 February 2009. All beacon owners and users should replace their 121.5/243 MHz beacons with 406 MHz beacons as soon as possible.