Peter Brunswig

Peter Brunswig (* 10. Juni 1879 in Neustrelitz; † 22. Januar 1953 in Bonn) war ein deutscher Jurist und Bankier.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Peter Brunswig wurde als Sohn des Neustrelitzer Rechtsanwalts und Geheimen Justizrats Hermann Brunswig (1850–1918) liberal erzogen. Nach der Erlangung der Hochschulreife am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Rostock (Exmatrikulation 1900) und schloss seine akademische Karriere 1902 an der Universität Rostock mit der Promotionsschrift Die Handlungsfähigkeit der Geisteskranken nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche als Dr. jur. ab.[1] Das Assessorexamen bestand er 1904 mit Auszeichnung.
Im selben Jahr begann er seine Arbeit im Vorstandssekretariat der Deutschen Bank.[2] Von 1909 bis 1921 diente er der Deutschen Bank als Filialleiter in Santiago de Chile, ab 1910 dort auch als Filialleiter der Deutschen Ueberseeischen Bank. Ab 1921 arbeitete er als Syndikus der Zentrale in Berlin, ab 1926 als stellvertretendes Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, von 1933 bis 1934 als ordentliches Mitglied des Vorstandes.
1934 wechselte er als Gesellschafter zum Bankhaus C. G. Trinkaus nach Düsseldorf. Bald Seniorchef des Düsseldorfer Bankhauses, belebte er zusammen mit Kurt Forberg, der 1935 Gesellschafter geworden war, das Bankgeschäft.[3] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Mitglied des Gemeinsamen Deutschen Finanzrats in Frankfurt am Main, Direktionsmitglied der Rheinischen Girozentrale und Mitglied des Verwaltungsrats der Landeszentralbank von Nordrhein-Westfalen.

Brunswig starb im Alter von 73 Jahren bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn Köln–Bonn.[4] Er war verheiratet mit Margarete, geb. Piper (1884–1961), einer Tochter des Neustrelitzer Landgerichtspräsidenten Carl Piper.[5] Ihre gemeinsame Grabstätte befindet sich auf dem Nordfriedhof Düsseldorf.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Brunswig. In: Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft. Verlag Johann Wilhelm Naumann, Augsburg 1953, Band 1, S. 167.
- Michael Buddrus (Hrsg.): Roderich Hustaedt. Die Lebenserinnerungen eines mecklenburg-strelitzschen Staatsministers. Rostock 2014, ISBN 978-3-7950-3754-3, S. 502.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur über Peter Brunswig in der Landesbibliographie MV
- Brunswig, Peter, Kurzbiografie im Portal bankgeschichte.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter Brunswig: Die Handlungsfähigkeit der Geisteskranken nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche (= Rostocker rechtswissenschaftliche Studien, I, 1). A. Deichert Nachf. (Georg Böhme), Leipzig 1902
- ↑ Peter Brunswig: Lebenserinnerungen: Deutsche Bank. Manuskript, S. 2 (Hauptarchiv der Deutschen Bank, SG1/18)
- ↑ Manfred Pohl (Hrsg.): Handbook on the History of the European Banks. European Association for Banking History, Edwar Elgar Publishing, ISBN 1-85278-919-0, S. 474 (Google Books)
- ↑ Gerhard Böhmer: Mecklenburger in Rheinland und Westfalen. Eine biographische Darstellung. Ostdeutsche Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen, Dortmund 1968, S. 32 f.
- ↑ Peter Brunswig: Als ich ein Junge war. In: Das Carolinum. 25. Jahrgang, Heft 29 (Göttingen, Sommerhalbjahr 1959), S. 76 (PDF)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brunswig, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Bankier |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1879 |
| GEBURTSORT | Neustrelitz |
| STERBEDATUM | 22. Januar 1953 |
| STERBEORT | Bonn |