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Zardana

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Zardana
Zardana (Syrien)
Zardana (Syrien)
Koordinaten 36° 3′ N, 36° 45′ OKoordinaten: 36° 3′ N, 36° 45′ O
Basisdaten
Staat Syrien
Gouvernement Idlib

Zardana (arabisch زردنا) ist ein Dorf im Nordwesten Syriens und gehört administrativ zum Gouvernement Idlib. Es liegt in einer relativ flachen Ebene. Zu den Nachbarorten zählen Taftanaz im Südosten, al-Fu'ah und Binnisch im Süden, Maarrat Misrin und Kafriya im Südwesten, Kafr Yahmul im Westen, Hizano im Nordwesten, Ibbin im Norden, Kafr Nouran im Nordosten und Maaret Elnaasan im Osten. Laut dem Syrischen Zentralbüro für Statistik (CBS) hatte Zardana bei der Volkszählung 2004 5767 Einwohner. Die Bevölkerung ist überwiegend sunnitisch-muslimisch.

Im 12. Jahrhundert, während der Kreuzzüge, war Zardana eine bedeutende Festungsstadt, die mehrmals zwischen den Kreuzfahrern und verschiedenen muslimischen Mächten wechselte. In der heutigen Zeit sind die Einwohner des Dorfes überwiegend im öffentlichen Dienst oder in der Landwirtschaft tätig. Hauptanbauprodukte sind Weizen, Gerste und Oliven. Der Olivenanbau ist eine relativ neue Entwicklung. Zardana umfasst eine Fläche von etwa 2000 Hektar. Das Gesundheitszentrum versorgt die Einwohner von Zardana und der umliegenden Dörfer. In Zardana gibt es zwei Grundschulen und zwei weiterführende Schulen.

Kreuzfahrerzeit

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Im Jahr 1100 stand Zardana kurzzeitig unter der Herrschaft des Fürstentums Antiochien, eines Kreuzfahrerstaates mit Sitz in Antiochia an der Mittelmeerküste. Im Juni desselben Jahres besiegte Bohemund I. von Antiochia mit Hilfe der in Zardana stationierten Kreuzfahrertruppen den muslimischen Anführer Ridwan von Aleppo. Zardana, eine strategisch wichtige Festung zwischen Antiochia und Aleppo, wurde offenbar bald darauf von den Muslimen zurückerobert. Im Jahr 1110 eroberte Tankred von Milet die Stadt jedoch nach der erfolgreichen Belagerung des nahegelegenen Atarib mühelos von den Muslimen. Die beiden Städte bildeten fortan die Ostgrenze des Fürstentums Antiochia. Wenige Jahre später wurden beide Städte durch das Erdbeben von Aleppo im Jahr 1138 schwer beschädigt.

Im frühen bis mittleren 20. Jahrhundert waren die Häuser Zardanas, anders als die meisten Dörfer der Umgebung, aus Lehmziegeln und Holz gebaut. Die Einwohner lebten hauptsächlich vom Anbau von Weizen und Gerste sowie von der Viehzucht.