Barbuise
| Barbuise | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Aube (10) | |
| Arrondissement | Nogent-sur-Seine | |
| Kanton | Nogent-sur-Seine | |
| Gemeindeverband | Nogentais | |
| Koordinaten | 48° 34′ N, 3° 35′ O | |
| Höhe | 62–162 m | |
| Fläche | 18,09 km² | |
| Einwohner | 433 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 24 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 10400 | |
| INSEE-Code | 10031 | |
Rathaus (Mairie) von Barbuise | ||
Barbuise ist eine französische Gemeinde mit 433 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Aube in der Region Grand Est. Der Ort gehört zum Arrondissement Nogent-sur-Seine und zum Kanton Nogent-sur-Seine. Zudem ist die Gemeinde Teil des 2006 gegründeten Gemeindeverbands Nogentais. Die Einwohner werden Barbisiens genannt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Barbuise liegt rund 50 Kilometer nordwestlich von Troyes und rund 77 Kilometer ostsüdöstlich von Paris im Nordwesten des Départements Aube. Nachbargemeinden sind Villenauxe-la-Grande im Norden, Plessis-Barbuise im Norden und Nordosten, La Villeneuve-au-Châtelot im Osten, Pont-sur-Seine im Süden und Südosten, Marnay-sur-Seine im Süden, La Saulsotte im Westen sowie Montpothier im Nordwesten.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2011 | 2018 |
| Einwohner | 304 | 298 | 276 | 287 | 270 | 345 | 395 | 415 | 467 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Vorgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die menschliche Anwesenheit im Gemeindegebiet reicht in die Urgeschichte, wie zahlreiche Funde belegen. An der Fundstelle „Gargoulottes“ wurden Strukturen entdeckt, die der Cerny-Kultur (etwa 4600 v. Chr.) zugeordnet werden. In der Nähe des Hofes Frécul befinden sich ein Dolmen, ein Galeriegrab sowie der Menhir „Grande Borne“ (ins Museum verbracht). Zudem wurden zwei weitere Dolmen, ein Menhir und ein Polissoir dokumentiert. Die Bestattungen konzentrieren sich auf die Fundstellen „le Bois Pot de Vin“ und „Les Grèves de Frécul“. Das Areal „Les Grèves“ erstreckt sich bis in die Nachbargemeinde La Villeneuve-au-Châtelot. Das erste Grab, bekannt als „Morel-“ oder „Schwertgrab“, wurde 1872 von Herrn Morel im Weiler Courtavant entdeckt; die gefundene Gewandnadel wurde namengebend für den „Typ Courtavant“, der in der näheren und weiteren Umgebung nachgewiesen wurde. Das Schwert wird dem „Typ Rixheim“ zugeordnet. Beide Objekte, die in der archäologischen Fachliteratur ausführlich beschrieben sind, befinden sich im British Museum. Das Grab wurde 1910 von Joseph Déchelette (1862–1914) beschrieben.
Stéphane Rottier, der die Fundstellen Barbey und Barbuise in einer Studie zusammenfasste, stellt fest, dass der Komplex die umfangreichste osteologische Sammlung (158 Individuen) aus der Bronzezeit Nordfrankreichs darstellt.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Allée couverte des Grèves de Fraicul, seit 1993 Monument historique
- neolithisches Gräberfeld von Barbuise-Courtavant der Cerny-Kultur
- Dorfkirche Saint-Pierre-ès-Liens
- Reste des früheren, 1838 zerstörten Schlosses

Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georges Lapierre (1886–1945), Lehrer und Widerstandskämpfer, im Konzentrationslager Dachau ermordet
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stéphane Rottier et al.: Archéologie funéraire du Bronze final dans les vallées de l'Yonne et de la haute Seine : les nécropoles de Barbey, Barbuise et La Saulsotte In: Editions Universitaires de Dijon 2012
- Germaine Depierre et al.: La nécropole des "Prés Pendus" sur les communes de Passy et de Véron (Yonne): un complexe funéraire du Bronze final 1-2a. Paris 1997
