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Geertruidenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Geertruidenberg
Flagge der Gemeinde Geertruidenberg
Flagge
Wappen der Gemeinde Geertruidenberg
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Noord-Brabant
Bürgermeister Madeleine van Toorenburg (CDA; kommissarisch)[1]
Sitz der Gemeinde Geertruidenberg
Fläche
 – Land
 – Wasser
29,64 km²
26,6 km²
3,04 km²
CBS-Code 0779
Einwohner 21.914 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 739 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 42′ N,  52′ OKoordinaten: 51° 42′ N,  52′ O
Bedeutender Verkehrsweg A27 E311 A59 N623
Vorwahl 0162
Postleitzahlen 4931, 4941–4942, 4944, 5165
Website geertruidenberg.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Geertruidenberg (anhören/?, deutsch Gertrudenberg[3]) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Noord-Brabant. Am 1. Januar 2026 betrug ihre Einwohnerzahl 21.914. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 29,6 km².

Die Gemeinde besteht aus dem Städtchen Geertruidenberg und den Dörfern Raamsdonk und Raamsdonksveer, wo sich die Gemeindeverwaltung befindet.

Geertruidenberg, Kirchturm in der Straße
Karte von Geertruidenberg, Isaak Tirion 1747, 1749

Lage und Wirtschaft

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Die Gemeinde liegt im Nordwesten der Provinz, zwischen dem Biesbosch und Oosterhout, nördlich der Autobahn A59 und westlich der Autobahn UtrechtBreda (A27). Von dieser Autobahn führt die Ausfahrt nach Raamsdonksveer und dem 12 km nach Osten gelegenen Waalwijk. Geertruidenberg liegt an dem Fluss Amer (Siehe Oosterhout) und hat einen Binnenhafen. In der Gemeinde gibt es zwei große Elektrizitätswerke, hier beginnt die 380-kV-Leitung Geertruidenberg–Eindhoven. Wegen der Lage am Wasser haben sich eine vielseitige Industrie sowie Tourismus und die Landwirtschaft entwickelt.

Wilhelm I. von Holland verlieh Geertruidenberg 1213 das Stadtrecht, sie war damals die erste Stadt Hollands. Nach der Flutkatastrophe von 1421 verlor sie an Bedeutung. Trotzdem war das Gebiet bis zum Ende des Achtzigjährigen Krieges noch eine hart umkämpfte Grenzfestung zwischen Holland und Brabant. So wurde die Stadt 1573 von einem Heer aus Engländern, französischen Hugenotten und Watergeuzen in einem Überraschungsangriff erobert, und stand 1578 unter dem Kommando des Militärgouverneurs Christoffel von IJsselstein. 1589 wurde die Stadt jedoch von ihrer englischen Garnison an den Herzog von Parma verraten.[4] Im Sommer 1593 wurde sie jedoch von einer Englisch-Niederländischen Armee unter Moritz von Nassau zurückerobert.

1793 griffen die französischen Revolutionstruppen Geertruidenberg an und besiegten die in niederländischen Diensten stehenden Schweizer Regimente. Das Gebiet gehörte bis 1813 zu Holland.

Das Dorf Raamsdonk wurde 1273 zum ersten Mal erwähnt; es ist ein langgestrecktes Dorf der Gegend „Langstraat“, mit einer Tradition von Landwirtschaft und Leder- und Schuhmacherei. Raamsdonksveer entstand als Siedlung von Schiffern und Binsen- und Schilfbearbeitern bei einer Fähre.

Sehenswürdigkeiten

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In der Innenstadt von Geertruidenberg steht die gotische, dreischiffige Gertrudenkirche. Am Marktplatz befinden sich das alte Rathaus und mehrere kleine Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Sowohl Geertruidenberg als auch Raamsdonksveer haben einen kleinen Jachthafen. Im Ortsteil Raamsdonk befindet sich die spätgotische Lambertuskerk.

Das Naturgebiet Biesbosch ist nicht weit entfernt.

Die lokale Wahlliste Gemeentebelangen Geertruidenberg gewann die Kommunalwahl im Jahre 2026 mit 31,67 Prozent der Stimmen und löste damit Keerpunt74 als Sieger ab.

Kommunalwahl am 18. März 2026[5]
Wahlbeteiligung: 49,35 %
 %
40
30
20
10
0
31,67
19,60
13,64
12,90
11,78
5,33
5,08
GBG a
L+ b
K74 c
M! e
SVG g
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
+19,17
−1,06
−10,70
+2,26
−4,25
−6,30
+0,87
GBG
L+
K74
M!
SVG
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 
Gemeentebelangen Geertruidenberg
b 
Lokaal+
c 
Keerpunt74
e 
Morgen!
g 
Sociale Volkspartij Geertruidenberg

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[5]
19821986199019941996 a19992002200620102014201820222026
Gemeentebelangen Geertruidenberg26
Lokaal+ b444
Keerpunt744458546542553
VVD1111222222222
Morgen! c332
CDA4332685332321
Sociale Volkspartij Geertruidenberg111
D6641
GroenLinks21212
Uw Drie Kernen b35
SP212
Partij Samenwerking b322221
PvdA c2332122421
Aktie ’80221
Gesamt13131313191919191919191919
Anmerkungen
a 
Aufgrund der Eingemeindung von Raamsdonk zum 1. Januar 1997 fand eine außerplanmäßige Kommunalwahl im Jahre 1996 statt.
b 
Lokaal+ entstand zur Kommunalwahl 2018 durch den Zusammenschluss von Uw Drie Kernen und der Partij Samenwerking.
c 
Die Mitglieder der örtlichen PvdA-Fraktion schlossen sich zur Kommunalwahl 2018 der neu gegründeten Lokalpartei Morgen! an.

College van B&W

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Die Koalitionsparteien CDA, Keerpunt74, Lokaal+ und Morgen! werden im College van burgemeester en wethouders durch jeweils einen Beigeordneten repräsentiert. Folgende Personen gehören zum Kollegium[6]:

FunktionNameParteiAnmerkung
BürgermeisterinMadeleine van ToorenburgCDAkommissarisch; seit dem 11. September 2025 im Amt[1]
BeigeordneteJohn van VugtKeerpunt74
Mike HofkensLokaal+
Kevin van OortMorgen!
Adriaan de JonghCDA
GemeindesekretärRichard Nagtzaamseit Februar 2014 im Amt

Persönlichkeiten

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Illustrationen von Frans Hogenberg In: Geschchtsblätter. Hogenberg, Köln [1560] urn:nbn:de:hbz:061:1-87222:

  • Unzuchttiger Hispanisch art, S. Gertruid Berg bezwingett hart, Drumb seie practic erdacht, Einen bund mitt den Geusen gmacht, …. S. 95, urn:nbn:de:hbz:061:1-90985.
  • Als Gertruidtsbergh umb gelt verkaufft, Den Spanschen durch ein trewloss hauff, Habendts die Staten gut geacht, Wider zu belegeren mit macht, …. S. 295, urn:nbn:de:hbz:061:1-89724.
  • Wie sich fast mehrt deß Königs hauff, Maurus nimt sich fur mit anlauff, Die Stadt zu sturmen ob sie starck, Bestigt gewint ein Bollewerck, …. S. 296, urn:nbn:de:hbz:061:1-89715.
Commons: Geertruidenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Madeleine van Toorenburg waarnemend burgemeester Geertruidenberg. In: omroepbrabant.nl. Omroep Brabant, 27. August 2025, abgerufen am 11. September 2025 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Martin Zeiller: Gertrudenberg. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Circuli Burgundici (= Topographia Germaniae. Band 16). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 52–53 (Volltext [Wikisource]).
  4. Jonathan Israel: The Dutch Republic: Its Rise, Greatness, and Fall 1477–1806. Clarendon Press, Oxford 1995, ISBN 0-19-873072-1, S. 234.
  5. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 2. Juni 2026 (niederländisch).
  6. Samenstelling College van B&W. (Memento des Originals vom 12. Januar 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: geertruidenberg.nl. Gemeente Geertruidenberg, abgerufen am 11. Januar 2019 (niederländisch)