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Hütschenhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Hütschenhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hütschenhausen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 25′ N,  29′ OKoordinaten: 49° 25′ N,  29′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Ramstein-Miesenbach
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 18,03 km²
Einwohner: 3950 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66882
Vorwahlen: 06372 (Hütschenhausen), 06371 (Spesbach und Katzenbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 016
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Neuen Markt 6 66877 Ramstein-Miesenbach
Website: www.huetschenhausen.de
Ortsbürgermeister: Achim Wätzold (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Hütschenhausen im Landkreis Kaiserslautern
KarteBruchmühlbach-MiesauGerhardsbrunnLambsbornLangwiedenMartinshöheEnkenbach-AlsenbornFischbach (bei Kaiserslautern)Frankenstein (Pfalz)WaldleiningenWaldleiningenHochspeyerMehlingenMehlingenNeuhemsbachSembachBann (Pfalz)HauptstuhlKindsbachKrickenbachLandstuhlLinden (Pfalz)MittelbrunnOberarnbachQueidersbachSchoppStelzenbergTrippstadtFrankelbachHeiligenmoschelHirschhorn/PfalzKatzweilerMehlbachNiederkirchen (Westpfalz)OlsbrückenOtterbach (Westpfalz)OtterbergSchallodenbachSchneckenhausenSulzbachtalHütschenhausenKottweiler-SchwandenNiedermohrRamstein-MiesenbachSteinwendenErzenhausenEulenbisKollweilerMackenbachReichenbach-SteegenRodenbach (Westpfalz)SchwedelbachWeilerbachKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzZweibrückenLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimDonnersbergkreisLandkreis KuselLandkreis BirkenfeldSaarland
Karte
Landschaftsbild innerhalb der Gemeindegemarkung

Hütschenhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach an, innerhalb derer sie sowohl gemessen an der Einwohnerzahl als auch gemessen an der Fläche die zweitgrößte Ortsgemeinde ist.

Geographische Lage

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Die Gemeinde liegt etwa 25 Kilometer westlich von Kaiserslautern in der Westpfälzischen Moorniederung.

Gemeindegliederung

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Die Gemeinde Hütschenhausen besteht aus den Ortsteilen Hütschenhausen, Spesbach und Katzenbach.[2]

Ortsteilzugehörige WohnplätzeEinwohnerzahl
HütschenhausenElschbacherhof, Heidehof, Olenkorb und Ziegelhütte2410
SpesbachRothenfelderhof und Simserhof1315
Katzenbachkeine623

Nachbargemeinden

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Nachbarn von Hütschenhausen sind die Ortsgemeinden Niedermohr im Norden und Steinwenden im Nordosten, die Stadt Ramstein-Miesenbach im Osten sowie die Ortsgemeinden Hauptstuhl im Süden, Bruchmühlbach-Miesau im Südwesten, Gries im Westen und Nanzdietschweiler im Nordwesten. Gries und Nanzdietschweiler gehören bereits zum Landkreis Kusel.

Ganz im Westen bildet der Glan die Gemarkungsgrenze. In diesem Bereich nimmt er von rechts den Schwarzbach und den Bruchgraben auf. In den Schwarzbach mündet zuvor außerdem der Eichenbach und der Weißergraben. Im Süden der Gemeindegemarkung befindet sich der Kranichwoog.

Hütschenhausen, Spesbach und Katzenbach waren bis zur Gebietsreform 1969 drei eigenständige Gemeinden. Sie wurden dann zusammengelegt mit Hürtschenhausen als dem Hauptort, Spesbach und Katzenbach wurden zu Ortsteilen.

Erste Erwähnung fand Hütschenhausen 1295 als "Hizhusin", was so viel bedeutet wie „die Häuser des Hizo“. 1377 findet man den Namen „Huczenhusen“. 1564 erschien erstmals mit „Huetzschenhausen“ ein Name, der dem heutigen ähnlich ist. Danach wechselte der Name noch einige Male: 1587 Heitzenhausen, 1592 Hitzenhausen, 1601 Hitzschenhausen, bis 1787 das erste Mal der heutige Ortsname Hütschenhausen erschien.

Allerdings dürfte der Ort wesentlich älter sein als erstmals urkundlich erwähnt. Das geht zurück bis in die Zeit Chlodwigs und der fränkischen Landnahme in den Jahren 461 bis 600. Alle Orte die in dieser Zeit entstanden, enden auf -heim, -ingen und -stadt. Die Dörfer, die in einer zweiten Besiedlungsphase ab dem 8. Jahrhundert gegründet wurden, enden alle auf -bach, -weiler und -hausen, so dass Hütschenhausen durchaus schon im 8. Jahrhundert oder ein wenig später bestanden haben könnte.

Spesbach wurde 1214 als „Spethisbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Im späteren Verlauf der Geschichte findet man das Dorf auch als „Spechtesbach“, wodurch sich der Ursprung des Namens fast schon von allein erklärt: Es entstand im Spechteswald am Spechtesbach.

Katzenbach wurde im Jahr 1267 erstmals erwähnt. Es entstand an einem Bach, in dessen Gegend Wildkatzen lebten.

(Quelle der Dorfnamen: Ortschronik von Frank Hertel, 1979)

Alle drei Straßendörfer gehörten bis zur Französischen Revolution zur Kurpfalz, die in Katzenbach eine Zollstation unterhielt, und waren der Kommende Einsiedel des Deutschordens zehntpflichtig.[3]

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Die Orte wurden von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Hütschenhausen wurde Sitz einer Mairie, der auch Katzenbach und Spesbach angehörten. Diese wurde dem Kanton Landstuhl des Arrondissements Zweibrücken (franz.: Arrondissement de Deux-Pont) im Departement Donnersberg (franz.: Département du Mont-Tonnerre) zugeordnet. Nach der Niederlage Napoleons fiel die linksrheinische Pfalz durch die Vereinbarungen des Wiener Kongresses 1815 zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Hütschenhausen dem Landkommissariat Homburg an, aus dem das Bezirksamt Homburg hervorging.

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region bis 1930 dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Da ein Teil des Bezirksamts  einschließlich Homburg selbst – 1920 dem neu geschaffenen Saargebiet zugeschlagen wurde, wechselte der Ort in das Bezirksamt Kaiserslautern und wurde bis 1938 von einer in Landstuhl ansässigen Bezirksamtsaußenstelle verwaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Orte innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform entstand am 7. Juni 1969 aus den drei aufgelösten Gemeinden Hütschenhausen, Katzenbach und Spesbach die neue Gemeinde Hütschenhausen.[4] Drei Jahre später folgte die Eingliederung in die neu geschaffene Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach.

Der Gemeinderat in Hütschenhausen besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUFWGGesamt
202469520 Sitze[5]
201969520 Sitze[6]
201491120 Sitze
200911920 Sitze
200411920 Sitze

Achim Wätzold (CDU) wurde am 9. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Hütschenhausen.[7] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 63,6 % gegen einen Mitbewerber durchgesetzt.[8]

Sein Vorgänger Matthias Mahl (CDU) hatte das Amt seit Februar 2018 inne.[9] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden,[10] bei der Wahl 2024 trat er nicht erneut an. Mahls Vorgänger Ralf Leßmeister (CDU) hatte das Amt 2014 übernommen, musste es im Dezember 2017 jedoch aufgrund rechtlicher Vorgaben aufgeben, da er als neu gewählter Landrat des Landkreises Kaiserslautern auch die Aufgabe der unmittelbaren Kommunalaufsicht über alle Ortsgemeinden des Kreises auszuüben hat.[11] Von 2008 bis 2014 war Hans-Joachim (Hajo) Becker (SPD) Ortsbürgermeister von Hütschenhausen.[12]

Wappen von Hütschenhausen
Wappen von Hütschenhausen
Blasonierung: „Gespalten und links durch einen blauen Wellenbalken von Silber und Gold geteilt, rechts in Schwarz ein linksgewendeter rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, oben links ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz und unten links ein linksgewendeter schwarzer Specht auf einem schwarzen Ast.“
Wappenbegründung: Das Wappen setzt sich aus Elementen zusammen, die bereits den Wappen der drei Vorgängergemeinden angehörten. Der Löwe symbolisiert die Pfalz, das Deutschordenskreuz erinnert an die Zehnpflicht der drei Orte gegenüber der Kommende Einsiedel während der kurpfälzischen Zeit, der blaue Wellenbalken bezieht sich auf den Namensbestandteil „Bach“ zweier Ortsteile, und der Specht wurde aus dem Wappen von Spesbach übernommen.[3]

Gemeindepartnerschaft

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Seit 1995 unterhält Hütschenhausen eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Précy-sur-Oise.[13]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Innenansicht der katholischen Kirche

Kulturdenkmäler

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In Hütschenhausen stehen 13 Objekte unter Denkmalschutz, darunter die katholische Kirche St. Michael und die protestantische Kirche im Kernort.

Innerhalb der Gemeindegemarkung gibt es sechs Naturdenkmale, darunter die Lutherulme. Über die Gemeindegemarkung verlaufen die Naturschutzgebiete Glanniederung bei Elschbach, Schachenwald, Scheidelberger Woog und Schlangenbruch sowie das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Westricher Moorniederung.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Gemeinde ist am Reichswald berechtigt.

Elschbacher Tunnel

Mitten durch die Gemeinde verläuft die Landesstraße 356. Durch die Bundesautobahnen 6 (SaarbrückenWaidhaus) (Anschlussstelle: Bruchmühlbach-Miesau) und 62 (Anschlussstelle: Hütschenhausen) ist Hütschenhausen an das Autobahnnetz angebunden. Die Kreisstraße 3 stellt eine Verbindung mit Hauptstuhl her. Die Kreisstraße 6 führt bis nach Reichenbach-Steegen.

Der Öffentliche Personennahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Personen, die mit Hütschenhausen verbunden sind

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  • Friedrich Wilhelm Schilling (1914–1971), Glockengießer, fertigte 1951 zwei Glocken für die örtliche protestantische Kirche an.
  • Harriet Buchheit (* 1963), Kinder- und Jugendbuchautorin, wuchs in Hütschenhausen auf.
  • Ralf Leßmeister (* 1967), Politiker (CDU), von 2014 bis 2017 Ortsbürgermeister
Commons: Hütschenhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 151 (PDF; 1,9 MB).
  3. 1 2 Wappenbeschreibung. Ortsgemeinde Hütschenhausen, abgerufen am 15. Januar 2023.
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 166 (PDF; 2,8 MB).
  5. Hütschenhausen, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Hütschenhausen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 24. Mai 2025.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  7. Konstituierende Sitzung des Gemeinderats Hütschenhausen. In: Amtsblatt VG Ramstein-Miesenbach, Ausgabe 29/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 24. Mai 2025.
  8. Hütschenhausen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 24. Mai 2025.
  9. Matthias Mahl ins Amt eingeführt. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 27. Februar 2018, abgerufen am 15. Januar 2023 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  10. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 29. Oktober 2019 (siehe Ramstein-Miesenbach, Verbandsgemeinde, erste Ergebniszeile).
  11. CDU nominiert Matthias Mahl. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 30. Oktober 2017, abgerufen am 15. Januar 2023.
  12. Er will es noch mal wissen. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 23. Januar 2018, abgerufen am 15. Januar 2023.
  13. Stephanie Walter: Freunde zu Besuch. Hütschenhausen empfängt 40 Gäste aus Précy-sur-Oise. In: Wochenblatt-Reporter.de. SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG, Ludwigshafen, 13. September 2018, abgerufen am 15. Januar 2023.