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PGA Tour

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Die PGA Tour (Professional Golfers' Association, offizielle Schreibweise PGA TOUR) ist eine Organisation mit Hauptsitz in Ponte Vedra Beach, Florida, USA. Sie betreibt die wichtigste Golf-Tour der USA in 3 Ebenen (Levels):

  • Die PGA Tour, die Top-Level Tour (mit 400 Millionen US-$ Gesamtpreisgeld – Stand 2025 – die mit Abstand höchstdotierte Turnierserie der Welt[1])
  • Die Korn Ferry Tour (seit 19. Juni 2019),[2] vormalige Bezeichnung Web.com Tour, die Second-Level Tour
  • Die Champions Tour, für Professionals über 50 Jahre

Die PGA Tour entstand aus einem fundamentalen Bruch im professionellen Golf der Vereinigten Staaten. Bis 1968 war die Tour Teil der PGA of America, einer Organisation, die sowohl die Interessen der Club Professionals als auch der Turnierspieler vertrat. Die Spannungen zwischen diesen beiden Gruppen führten schließlich zu einer historischen Abspaltung. Zentral für diesen Bruch war eine Gruppe von führenden Golfspielern, die mit der mangelnden Mitsprache und den finanziellen Strukturen unzufrieden waren. An der Spitze dieser Bewegung standen Persönlichkeiten wie:

  • Jack Nicklaus: Der aufstrebende Star der damaligen Zeit setzte sich öffentlich für die Autonomie der Tourspieler ein. Er kritisierte die mangelnde Transparenz und Kontrolle der Spieler über Turnierorganisation und Preisgelder.
  • Gardner Dickinson: Als Mitbegründer der „American Professional Golfers, Inc.“ (APG), einer kurzlebigen, aber symbolträchtigen Spielervereinigung, spielte Dickinson eine Schlüsselrolle bei der Mobilisierung seiner Kollegen.
  • Doug Ford und Frank Beard: Auch sie engagierten sich aktiv in den Verhandlungen mit der PGA of America und unterstützten die Forderung nach einer stärkeren, von Spielern geführten Tourstruktur.

Während Arnold Palmer selbst kein offizielles Mitglied der APG war, übernahm er eine bedeutende Vermittlerrolle. Mit seiner Autorität und seinem Einfluss auf die Öffentlichkeit half er, Spannungen zu entschärfen und unterstützte die Suche nach einem nachhaltigen Kompromiss.

Im August 1968 mündete die Bewegung in die Gründung der Tournament Players Division innerhalb der PGA – einem Schritt, der als Geburtsstunde der modernen PGA Tour gilt. Diese neue Struktur wurde von einem „Tournament Policy Board“ gelenkt, in dem Spielervertreter erstmals echten Einfluss auf die Ausrichtung der Tour hatten. Die heutige Unabhängigkeit und der wirtschaftliche Erfolg der PGA Tour lassen sich somit direkt auf das Engagement und die Vision dieser Spieler in den späten 1960er Jahren zurückführen.[3]

Struktur der eigentlichen PGA Tour

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Die PGA Tour hat in den letzten Jahren bedeutende strukturelle Veränderungen vorgenommen, um den Wettbewerb zu stärken und die Attraktivität für Fans, Spieler und Sponsoren zu erhöhen. Im Zentrum dieser Reformen stehen die sogenannten „Signature Events“, die 2024 erstmals Teil der Tour waren. Die Saison 2025 umfasst insgesamt 39 Turniere: 36 reguläre Events und drei FedExCup-Playoff-Turniere. Zu den regulären Veranstaltungen zählen acht Signature Events, 18 Full-Field Events und fünf zusätzliche Turniere. Hinzu kommen die vier Major Championships sowie die PLAYERS Championship.[4][5][6]

Die Signature Events wurden eingeführt, um regelmäßig hochkarätige Wettbewerbe mit den besten Spielern zu gewährleisten. Sie bieten erhöhte Preisgelder von jeweils 20 Millionen US-Dollar und 700 FedExCup-Punkte für den Sieger. Die Teilnehmerfelder sind auf mindestens 72 Spieler begrenzt und setzen sich aus den Top 50 der FedExCup-Wertung des Vorjahres sowie weiteren qualifizierten Spielern zusammen.[7] Die Einführung der Signature Events ist eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch alternative Golf-Ligen wie LIV Golf. Ziel ist es, die besten Spieler regelmäßig gegeneinander antreten zu lassen und so die Attraktivität der Tour zu steigern. Durch die begrenzten Teilnehmerfelder und erhöhten Preisgelder sollen sowohl die sportliche Qualität als auch das Zuschauerinteresse erhöht werden.[8]

Lage in jüngerer Zeit

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Die weltweite Wirtschaftskrise ab 2007/2008 – ausgelöst durch den Zusammenbruch des Immobilienmarkts und großer Banken in den USA – traf auch den Profisport hart. Sponsoren zogen sich zurück oder reduzierten ihr Engagement. Große Unternehmen wie Buick (damals Hauptsponsor mehrerer PGA-Turniere und auch Partner von Tiger Woods) kürzten ihr Sponsoring-Budget massiv. Preisgelder konnten schwerer aufrechterhalten werden, weil Turniere weniger Einnahmen durch Sponsoring, Werbung und Hospitality-Angebote hatten. Anders als in den Vorjahren sank das Preisgeld der gesamten Turnierserie leicht. 2008 waren 280 Millionen, 2009 noch 274 Millionen US-Dollar zu gewinnen.[9] Ebenfalls nicht zur Steigerung der amerikanischen Profiserie trug Ende 2010 die Ankündigung einiger europäischer Spitzenspieler bei, weniger Turniere in den USA zu spielen. Rory McIlroy kündigte an, seine PGA-Tour-Karte zurückzugeben. Zuvor hatten schon der Weltranglistenerste Lee Westwood und Francesco Molinari erklärt, sich auf die European Tour konzentrieren zu wollen.

Die PGA Tour hält jährlich im Herbst ein Qualifikationsturnier, die Q-School über 6 Runden ab, wobei die ersten 30, inklusive geteilte 30. Plätze, die Spielberechtigung für das folgende Jahr auf der Top-Level Tour erhalten. Weiterhin spielberechtigt sind die ersten 20 der Nationwide-Tour-Jahreswertung und die ersten 125 der Top-Level-Jahreswertung PGA Tour Money Leaders.

Gewinner der Geldrangliste seit 1980

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Am Ende der Saison erhält der Führende in der money list seit 1981 den Arnold Palmer Award.

JahrSiegerNationVerdienst (US-Dollar)Meiste Siege
2025Scottie Scheffler Vereinigte Staaten27.659.5506: Scottie Scheffler
2024Scottie Scheffler Vereinigte Staaten29.228.3577: Scottie Scheffler
2023Scottie Scheffler Vereinigte Staaten21.014.3424: Jon Rahm
2022Scottie Scheffler Vereinigte Staaten14.046.9104: Scottie Scheffler
2021Jon Rahm Spanien7.750.9334: Patrick Cantlay
2020Justin Thomas Vereinigte Staaten7.344.0403: Dustin Johnson, Justin Thomas
2019Brooks Koepka Vereinigte Staaten9.684.0063: Brooks Koepka, Rory McIlroy
2018Justin Thomas Vereinigte Staaten8.694.8213: Bryson DeChambeau, Dustin Johnson, Justin Thomas, Bubba Watson
2017Justin Thomas Vereinigte Staaten9.921.6005: Justin Thomas
2016Dustin Johnson Vereinigte Staaten9.365.1853: Jason Day, Dustin Johnson
2015Jordan Spieth Vereinigte Staaten12.030.4655: Jason Day, Jordan Spieth
2014Rory McIlroy Nordirland8.280.0963: Rory McIlroy, Jimmy Walker
2013Tiger Woods Vereinigte Staaten8.553.4395: Tiger Woods
2012Rory McIlroy Nordirland8.047.9524: Rory McIlroy
2011Luke Donald England6.683.2142: 7 Spieler
2010Matt Kuchar Vereinigte Staaten4.910.4773: Jim Furyk
2009Tiger Woods Vereinigte Staaten10.508.1636: Tiger Woods
2008Vijay Singh Fidschi6.601.0944: Tiger Woods
2007Tiger Woods Vereinigte Staaten10.867.0527: Tiger Woods
2006Tiger Woods Vereinigte Staaten9.941.5638: Tiger Woods
2005Tiger Woods Vereinigte Staaten10.628.0246: Tiger Woods
2004Vijay Singh Fidschi10.905.1669: Vijay Singh
2003Vijay Singh Fidschi7.573.9075: Tiger Woods
2002Tiger Woods Vereinigte Staaten6.912.6255: Tiger Woods
2001Tiger Woods Vereinigte Staaten5.687.7775: Tiger Woods
2000Tiger Woods Vereinigte Staaten9.188.3219: Tiger Woods
1999Tiger Woods Vereinigte Staaten6.616.5858: Tiger Woods
1998David Duval Vereinigte Staaten2.591.0314: David Duval
1997Tiger Woods Vereinigte Staaten2.066.8334: Tiger Woods
1996Tom Lehman Vereinigte Staaten1.780.1594: Phil Mickelson
1995Greg Norman Australien1.654.9593: Lee Janzen, Greg Norman
1994Nick Price Simbabwe1.499.9276: Nick Price
1993Nick Price Simbabwe1.478.5574: Nick Price
1992Fred Couples Vereinigte Staaten1.344.1883: John Cook; Fred Couples; Davis Love III
1991Corey Pavin Vereinigte Staaten979.4302: 8 Spieler
1990Greg Norman Australien1.165.4774: Wayne Levi
1989Tom Kite Vereinigte Staaten1.395.2783: Tom Kite; Steve Jones
1988Curtis Strange Vereinigte Staaten1.147.6444: Curtis Strange
1987Curtis Strange Vereinigte Staaten925.9413: Paul Azinger; Curtis Strange
1986Greg Norman Australien653.2964: Bob Tway
1985Curtis Strange Vereinigte Staaten542.3213: Curtis Strange; Lanny Wadkins
1984Tom Watson Vereinigte Staaten476.2603: Tom Watson; Denis Watson
1983Hal Sutton Vereinigte Staaten426.6682: 8 Spieler
1982Craig Stadler Vereinigte Staaten446.4624: Craig Stadler; Tom Watson; Calvin Peete
1981Tom Kite Vereinigte Staaten375.6994: Bill Rogers
1980Tom Watson Vereinigte Staaten530.8087: Tom Watson

Erfolgreichste Spieler der PGA-Tour

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RangNameNationSiegeMajorsZeitspanne
1.Sam Snead Vereinigte Staaten8271936–1965
Tiger Woods Vereinigte Staaten82151996–2019
3.Jack Nicklaus Vereinigte Staaten73181962–1986
4.Ben Hogan Vereinigte Staaten6491938–1959
5.Arnold Palmer Vereinigte Staaten6271955–1973
6.Byron Nelson Vereinigte Staaten5251935–1951
7.Billy Casper Vereinigte Staaten5131956–1975
8.Walter Hagen Vereinigte Staaten45111914–1936
Phil Mickelson Vereinigte Staaten4561991–2021
10.Cary Middlecoff Vereinigte Staaten3931945–1961
Tom Watson Vereinigte Staaten3981974–1998
Commons: PGA Tour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. https://sports.betmgm.com/en/blog/pga/pga-tour-tournament-prize-money-payout-list-bm10
  2. https://www.pgatour.com/korn-ferry-tour/news/2019/06/19/korn-ferry-umbrella-sponsor-korn-ferry-tour.html
  3. https://www.reuters.com/lifestyle/sports/liv-pga-feud-unlike-dispute-that-gave-rise-pga-tour-says-nicklaus-2023-04-06/
  4. https://golf.com/news/2025-pga-tour-schedule/
  5. https://www.attpbgolf.com/news/pga-tour-releases-2025-fedexcup-season-schedule/
  6. https://www.thesun.ie/sport/14407598/2025-pga-tour-scheduled-golf-fedex-cup/
  7. https://www.pgatour.com/signature-events
  8. https://www.golfmonthly.com/news/phil-mickelson-pga-tour-model-mcilroy
  9. http://www.golfweek.com/news/2009/dec/19/pga-tour-looses-money-events-2010/