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Unterkirnach

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Wappen Deutschlandkarte
Unterkirnach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterkirnach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 5′ N,  22′ OKoordinaten: 48° 5′ N,  22′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 815 m ü. NHN
Fläche: 13,17 km²
Einwohner: 2466 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78089
Vorwahl: 07721
Kfz-Kennzeichen: VS, DS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 065
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 5
78089 Unterkirnach
Website: www.unterkirnach.de
Bürgermeister: Felix W. Kuentz
Lage der Gemeinde Unterkirnach im Schwarzwald-Baar-Kreis
KarteSchweizLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis EmmendingenLandkreis KonstanzLandkreis TuttlingenLandkreis WaldshutOrtenaukreisLandkreis RottweilBad DürrheimBlumbergBräunlingenBräunlingenBrigachtalDauchingenDonaueschingenFurtwangen im SchwarzwaldGütenbachHüfingenHüfingenKönigsfeld im SchwarzwaldMönchweilerNiedereschachSt. Georgen im SchwarzwaldSchönwald im SchwarzwaldSchonach im SchwarzwaldTuningenTriberg im SchwarzwaldUnterkirnachUnterkirnachUnterkirnachVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVillingen-SchwenningenVöhrenbach
Karte
Unterkirnach von Osten

Unterkirnach ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Geographische Lage

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Unterkirnach liegt auf der Ostseite des Schwarzwalds, rund sieben Kilometer von der Großen Kreisstadt Villingen-Schwenningen entfernt.

Nachbargemeinden

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Die Gemeinde grenzt im Süden und Osten an Villingen-Schwenningen, im Osten an Mönchweiler, im Südwesten an die Stadt Vöhrenbach und im Norden an die Stadt St. Georgen.

Die Gemarkung der Gemeinde weist eine in Baden-Württemberg kaum vergleichbare Form auf. So sind die Gemarkungen von Unterkirnach und Villingen eng miteinander verzahnt. Während die meisten Waldflächen rund um die Gemeinde auf Gemarkung Villingen liegen, sind die offenen Flächen auf Unterkirnacher Markung. Allein der Grenzverlauf Villingen-Unterkirnach ist ca. 60 km lang und bildet zahlreiche En- bzw. Exklaven. Die Gewanne im Stockwald, Groppertal, Hippengehr, Salvest, Viehhof und Neuhäusle sind Beispiele hierfür.

Der Grund für den markanten Grenzverlauf ist, dass Unterkirnach bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ein abhängiger, unselbstständiger Ort der Stadt Villingen war. Bei seiner Loslösung von der Stadt wurden die offenen Flächen im Kirnach- und Brigachtal der neuen selbstständigen Gemeinde Unterkirnach zugeschlagen, während der Wald als einer der größten kommunalen Wälder in Baden-Württemberg (rund 8000 ha) – bis heute – bei der Stadt Villingen, jetzt Villingen-Schwenningen, verblieb. Der Waldrand und somit die Gemarkungsgrenze bildet die örtlichen geologischen Verhältnisse ab; der Wald stockt auf dem unfruchtbaren Buntsandstein, während die Wiesen im fruchtbareren Granit/Gneis angelegt wurden.

Gemeindegliederung

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Zur Gemeinde Unterkirnach gehören das Dorf Roggenbach,[2] die Zinken Geisendöbele, Gropper, Grund, Herrenwald, Ippengehr(Hippen-), Moosloch, Schlegeltal, Schlegelwald, Stockwald und Tal, die Höfe Aspengrund, Bärtleshof, Hinterwasenhof, Leimgruben, Lippenhof, Thomashof und Weiherhaus und die Häuser Ackerloch, Bärloch, Breitbrunnen, Ellenwinkel, Elleck, Gründle, Hohrain, Im Felsen, „Kirnachtal, Kloster Maria Tann“, Neuhäusle, Nollen, Rötenloch, Rossacker, Spechtloch, Wannendobel, Weiherhaus, Winterhalde und Wolfsgrund.

Im Gemeindegebiet liegt die Burgruine Kürneck.[3]

Unterkirnach hat Anteil am Landschaftsschutzgebiet Groppertal und am FFH-Gebiet Baar, Eschach und Südostschwarzwald. Auch an den Vogelschutzgebieten Baar und Mittlerer Schwarzwald hat die Gemeinde kleinere Anteile.

Unterkirnach liegt außerdem im Naturpark Südschwarzwald.[4]

Selbständige Gemeinde in einer Verwaltungsgemeinschaft

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Unterkirnach ist selbstständig mit einem eigenen Rathaus und Bürgermeisteramt, die Gemeinde gehört wie die Umlandgemeinden Brigachtal, Dauchingen, Mönchweiler, Niedereschach und Tuningen der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen an.

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in Unterkirnach führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[5][6]

Partei / ListeStimmenanteilSitzeErgebnis 2019Ergebnis 2014Ergebnis 2009
CDU/Bürgervereinigung Unterkirnach46,0 %653,4 % – 7 Sitze54,7 % – 7 Sitze51,3 % – 6 Sitze
Gemeinsam für Unterkirnach*54,0 %643,2 % – 5 Sitze45,3 % – 5 Sitze48,7 % – 6 Sitze
FDP3,5 % – 0 Sitze
Wahlbeteiligung62,7 %57,4 %52,9 %53,7 %

* 2019: Wir für Unterkirnach

Bei der Bürgermeisterwahl am 21. Juni 2026 wurde Felix W. Kuentz, Hauptamtsleiter der Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald, mit 90,1 %[7] zum Bürgermeister gewählt. Mit 28 Jahren liegt er 21 Jahre unter dem Altersdurchschnitt der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Baden-Württemberg[8]. Als jüngster Bürgermeister im Landkreis löste er zum Zeitpunkt seiner Wahl Patrick Haas, Bürgermeister der Stadt Hüfingen ab. Er folgt Andreas Braun nach, der bei der Landtagswahl am 8. März 2026 über das Direktmandat für den Landtagswahlkreis Villingen-Schwenningen (Wahlkreis 54) in den Landtag eingezogen ist[9] und seit dem Ausscheiden von Bürgermeister Gerold Löffler im Jahr 2013 als Bürgermeister im Amt war und 2021 wiedergewählt wurde[10]. Vor Löffler war Siegfried Baumann von 1968 bis 2002 Bürgermeister der Gemeinde, welcher nach seiner letzten Amtszeit zum Ehrenbürger ernannt wurde.

  • 1968 bis 2002 – Siegfried Baumann
  • 2002 bis 2013 – Gerold Löffler
  • 2013 bis 2026 – Andreas Braun (CDU)
  • seit 2026 – Felix W. Kuentz
Wappen der Gemeinde Unterkirnach
Wappen der Gemeinde Unterkirnach
Blasonierung: „In Silber (Weiß) auf grünem Dreiberg drei rote Zinnentürme, der mittlere höher und breiter als die äußeren.“[11]
Wappenbegründung: Die Ortsherrschaft über Unterkirnach hatte seit 1506 die Stadt Villingen inne. So gehörte der Ort zur vorderösterreichischen Landgrafschaft Breisgau, die 1806 an Baden fiel. Das erste Siegel der Vogtei Kürnach findet sich auf der Huldigungsliste von 1811 und zeigt den Herzschild des badischen Staatswappens von 1807 (in schräglinks geteiltem Schild oben ein Schrägbalken, unten ein Löwe). Erst die seit etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten Stempel zeigen mit drei eng aneinandergerückten Zinnentürmen auf einem Dreiberg ein eigenständiges Siegelbild. Ob dieses Motiv wegen der ehemaligen Burgen Roggenbach und Kürneck auf Unterkirnacher Gemarkung gewählt wurde, ist nicht bekannt.

Am 12. Oktober 1930 nahm der Gemeinderat den das Siegelbild in modifizierter Form aufgreifenden Wappenvorschlag des Generallandesarchivs von 1902 an und bestimmte die Gemeindefarben.

Sehenswürdigkeiten

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  • Die Kirnachmühle ist der Nachbau einer typischen Schwarzwaldmühle.
  • Der Wildpflanzenpark soll dem Besucher die Naturgarten-Idee näher bringen.
  • Im Kinderbauernhof können Kinder die einheimischen Nutztiere aus der Nähe kennenlernen.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Den ÖPNV in Unterkirnach stellt der Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg sicher.

Öffentliche Einrichtungen

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  • Freilichtbühne
  • Spielscheune – eine überdachte 1.000 m² große Spiel- und Aktionsfläche für Kinder
  • Wanderwege
  • Orchestrionausstellung – „die ersten Musikautomaten“, zusammen mit dem Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen

Die Roggenbachschule ist eine Grundschule. Alle weiterführenden Schulen stehen in den umliegenden Städten zur Verfügung.

  • Freiwillige Feuerwehr Unterkirnach
  • Musikverein Unterkirnach e. V. (ältester Verein in der Gemeinde)
  • Förderverein für Kulturarbeit und interkommunale Kontakte Unterkirnach e. V.
  • Tennis-Club 75 Unterkirnach
  • Tischtennisverein Unterkirnach
  • Ksc Unterkirnach
  • Ski-Club Unterkirnach e. V.
  • FC Alemannia Unterkirnach
  • SKC Kegelfreunde Unterkirnach
  • Gemeindehilfe-Verein Unterkirnach e. V.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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  • Siegfried Baumann, Bürgermeister a. D.
  • Helmut Glatz, Dirigent des Musikvereins Unterkirnach von 1981 bis 1997
  • Bernhard Kuberczyk, langjähriger Gemeinderat und stv. Bürgermeister
Commons: Unterkirnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Roggenbach – Wohnplatz – Historisches Ortslexikon. In: LEO-BW, Landesarchiv Baden-Württemberg; abgerufen am 25. Juli 2022.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 605–606.
  4. Daten- und Kartendienst der LUBW
  5. Kommunalwahldaten 2019 des Statistischen Landesamtes: Unterkirnach, abgerufen am 2. April 2020
  6. Statistisches Landesamt Baden‑Württemberg: Endgültiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2024 in Unterkirnach
  7. Bürgermeisterwahl Unterkirnach 2026. In: Staatsanzeiger BW. Abgerufen am 8. Juli 2026.
  8. Mit 28 Jahren Bürgermeister: Felix Kuentz ist am Ziel seiner beruflichen Träume. 23. Juni 2026, abgerufen am 8. Juli 2026.
  9. Andreas Braun gewinnt in der eigenen Gemeinde nur ziemlich knapp. 9. März 2026, abgerufen am 8. Juli 2026.
  10. Andreas Braun bleibt Bürgermeister in Unterkirnach. 26. September 2021, abgerufen am 8. Juli 2026.
  11. Wappenbeschreibung bei leo bw – landeskunde entdecken online; abgerufen am 15. Januar 2024
  12. Nach eskalierter Zwangsräumung in Unterkirnach: Ex-Soldat ergibt sich – Polizei untersucht gesamtes Haus auf Sprengstoff. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 26. Januar 2024]).