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Ede (Niederlande)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Ede
Flagge der Gemeinde Ede
Flagge
Wappen der Gemeinde Ede
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Gelderland
Bürgermeister René Verhulst (CDA)
Sitz der Gemeinde Ede
Fläche
 – Land
 – Wasser
318,62 km²
318,15 km²
0,47 km²
CBS-Code 0228
Einwohner 125.303 (1. Jan. 2026[1])
Bevölkerungsdichte 393 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 2′ N,  39′ OKoordinaten: 52° 2′ N,  39′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E35 A30 N224 N304 N310 N781
Vorwahl 026, 0318, 0342
Postleitzahlen 6711–6718, 6721, 6731–6733, 6741, 6744–6745, 6877, 7351–7352
Website ede.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Ede, Kirche: de Oude Kerk
Ede, Kirche: de Oude Kerk
Ede, Kirche: de Oude KerkVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Ede [ˈedɘ] (anhören/?) ist eine Stadt und Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland. Am 1. Januar 2026 hatte die Gemeinde 125.303 Einwohner, die Stadt selbst nur etwa 81.000. Die Gesamtfläche beträgt 318,62 km², Ede ist somit die fünftgrößte Gemeinde der Niederlande nach Het Hogeland, Noordoostpolder, Midden-Drenthe und Apeldoorn. In der Gemeinde liegen, nebst Ede selbst, auch die Dörfer Bennekom, Deelen, Ederveen, Harskamp, De Klomp, Lunteren, Otterlo, Wekerom sowie Teile von Hoenderloo.

Lage und Wirtschaft

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Ede liegt im Südwesten des Waldgebietes Veluwe, an der Autobahn A12, und Eisenbahnstrecke Amsterdam – Utrecht – Arnhem, einer weiteren Autobahn (A30 mit dem Knooppunt Maanderbroek) und an der Eisenbahnnebenstrecke nach Barneveld. Gute Straßen führen nach Apeldoorn, dem südlichen Nachbarn Wageningen, und westlich nach Veenendaal. Im Nordosten von Lunteren befindet sich der geografische Mittelpunkt der Niederlande.

Die bis 2002 wichtige Kunstfaserindustrie (AKU – Akzo) hat Ede verlassen. An ihrer Stelle sollen Kleinbetriebe und mehr Tourismus neue Arbeitsplätze schaffen. Für die Wirtschaft Edes sind am wichtigsten:

In Ede und Bennekom leben auch Pendler, die in Utrecht und Arnheim arbeiten.

Das Gebiet Edes lieferte den Archäologen viele Funde, unter anderem aus Hügelgräbern der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Ob rund 30.000 Jahre v. Chr. schon die Neandertaler hier lebten, ist noch nicht geklärt. Später aber lebten im heutigen Ede lange Zeit germanische Stämme, unter anderem um 400 n. Chr. die Chamaven. Im Frühmittelalter entstanden Ede und Bennekom als kleine Bauerndörfer. Ede wird 1216, Lunteren 1300 in Schenkungsurkunden erwähnt. Nach der Reformation wurden die Dörfer bald protestantisch, in Lunteren aber konnten sich die Katholiken noch ein Jahrhundert behaupten. Eine uralte sandige Handelsstraße, auch „Hessenweg“ genannt, verband die Messestädte Köln und Frankfurt mit Utrecht und lief von Arnheim über Ede nach Amersfoort. Diese so genannte Itinerare waren bei den Reisenden und Kaufleuten sehr beliebt. Die hessischen Fuhrleute freuten sich wiederum weit über die deutsche Grenze hinaus eines guten Rufes. Wachstum trat erst ab 1840 ein, als die Eisenbahnlinie Utrecht – Arnheim eröffnet wurde und der alte „Reichsweg Arnheim – Utrecht“, sodann kurz vor dem Zweiten Weltkrieg die Autobahn Arnheim – Utrecht (auch Hazepad genannt), und dazu mehrere Landstraßen kamen. Im Jahr 1902 kam die Eisenbahn Ede – Barneveld hinzu. Das ermöglichte den Tourismus in die nahegelegene Veluwe und die Ansiedlung von Sanatorien usw. Die Kunstfaserfabrik des Akzo-Nobel-Konzerns (ehemals AKU) war hier von etwa 1920–2002 ansässig. Ab etwa 1880 wurden Ede und Harskamp wichtige Garnisonsorte des niederländischen Heeres.

Die nationalsozialistische NSB errichtete auf dem Goudsberg nahe Lunteren eine Nationaal Tehuis genannte Versammlungsstätte (vergleichbar mit dem – wesentlich größeren – Reichsparteitagsgelände in Nürnberg), wo von 1936 bis 1940 insgesamt 6 große Parteiversammlungen (Hagespraken) stattfanden.

Während der Operation Market Garden im Zweiten Weltkrieg wurde der südliche Teil von Ede am 17. September 1944 bombardiert. Es gab zahlreiche zivile Opfer. Eine der Landezonen der alliierten Luftlandetruppen, der britischen 1. Luftlandedivision, lag in Ede im Bereich der Ginkelse Heide. Befreit wurde Ede im Frühjahr 1945 durch kanadische Truppen.

Seit dem 8. September 2017 ist René Verhulst (CDA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[2]

College van B&W

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Das College van B&W besteht für den Zeitraum von 2026 bis 2030 aus Mitgliedern der Koalitionsparteien SGP, GemeenteBelangen Ede, ChristenUnie, CDA und VVD. Folgende Personen gehören zum College van B&W und sind in folgenden Bereichen zuständig:[3]

NameParteiRessort
Arnold VersteegSGPWirtschaft; Arbeitsmarkt und -region (inklusive Arbeitsmigranten), Existenzsicherung, Arbeit und Einkommen; Energietransition, Klima und Nachhaltigkeit; Verwaltung öffentlichen Raumes; Abfall; Personal und Organisation; Region „Foodvalley“
Bram van der BeekChristenUnieJugendhilfe; Bildung; Finanzen; kommunale Immobilien; Partizipation; Boden und Umwelt; Schlüsselgebiet „Stationskwartier“; Schlüsselgebiet „Westerparken“
Thimo HarmsenVVDRaumordnung; Umwelt- und Raumordnungsgesetz sowie Flächennutzungsplan; kulturelles Erbe und Denkmäler; Verkehr und Transport; Digitalisierung; Gesetz über eine offene Verwaltung (Woo); Gebäudemanagement und Wohnungswesen; Programm Sicherheit von Frauen; Entwicklungsaufgaben Dörfer; Schlüsselgebiet „Ede Noord West“
Gabriëlle HazelegeGemeenteBelangen Edesoziale Basis und Allgemeinwohl; Gesetz über soziale Unterstützung (Wmo); öffentliche Gesundheitsversorgung; Sport; Veranstaltungen; Erholung und Tourismus; Inklusion, Diskriminierung und Emanzipation; Dienstleistungen und Öffentliches; Koordination: Sozialhilfe
Jan Pieter van der SchansCDALandwirtschaft und Ernährung; Natur, Landschaft und Wasser; Wohnen; Wohnungslosenhilfe, betreutes Wohnen und Neuankömmlinge; Grundstückswesen; Koordination: Umgebungsvision und Entwicklungsaufgaben; Schlüsselgebiet „Zuiderparken“; Schlüsselgebiet „Ede-Stad“

Das Amt der Gemeindesekretärin wird von Maartje Schlebusch ausgeübt.

Sitzverteilung im Gemeinderat

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Kommunalwahl am 18. März 2026[4]
Wahlbeteiligung: 61,80 %
 %
20
10
0
19,92
13,69
10,79
10,62
9,78
9,28
7,86
6,75
3,58
7,75
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+3,44
+0,75
−1,67
−3,52
+0,42
+0,17
+1,53
+4,53
−5,06
−0,57
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b GemeenteBelangen Ede
c 2022 als eigenständige Wahllisten
i Burgerbelangen
j PvdD 2,22 % (+2,22 %), Mens en Milieu Ede 1,79 % (–1,33 %), SP 1,41 % (+1,41 %), Democratische Partij Ede 1,26 % (–1,38 %), BBB 0,89 % (+0,89 %), BVNL 0,18 % (–1,33 %), Gereformeerde Beginsel Partij 0 % (–1,05 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[4] a
198219861990199419982002200620102014201820222026
SGP566666667779
GemeenteBelangen Ede122432445556
PvdA575454643124
GroenLinks223333243
Progressief Ede21
ChristenUnie5666664
D66113311124344
CDA1211118810876644
VVD975675564423
FvD13
Burgerbelangen012231
PvdD1
Mens en Milieu Ede10
Democratische Partij Ede b110
Liberaal Ede/Leefbaar Ede2
REde’9811
RPF22345
GPV
Gesamt373737373939393939393939
Sitzverteilung im Gemeinderat von Ede 2026[4]
1
4
4
6
1
3
4
4
9
3
1 4 4 6 1 3 4 4 9 3 
Insgesamt 39 Sitze
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Im Jahr 2018 kandidierte die Democratische Partij Ede unter dem Namen Democratische Kiezers Ede. Die Namensänderung erfolgte im Zuge des Anschlusses von Ellen Wijnsouw, einem ehemaligen Ratsmitglied von GemeenteBelangen Ede, sowie von EdeNU, einer Gruppe von Ratsmitgliedern, die die D66-Fraktion verlassen hatten.

Sehenswürdigkeiten

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Parkanlagen

  • Der wichtigste Naturpark ist „Hoge Veluwe“ mit dem Kröller-Müller-Museum bei Otterlo.
  • Weitere wichtige Naturgebiete der Veluwe auf dem Grundgebiet von Ede, die sich unter anderem für Wanderungen und Radtouren eignen, sind:
    • Ginkelse Heide (zum Teil Militärgelände: bei Schießübungen gesperrt)
    • Planken-Wambuis
    • Driesprong
    • Deelerwoud

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Commons: Ede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  2. René Verhulst nieuwe burgemeester van Ede. In: Omroep Gelderland. 7. Juni 2017, abgerufen am 9. Juli 2018 (niederländisch).
  3. College van B en W. In: ede.nl. Gemeente Ede, abgerufen am 13. Juni 2026 (niederländisch).
  4. 1 2 3 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 15. Mai 2026 (niederländisch).