Lanouaille
| Lanouaille | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Isle-Loue-Auvézère | |
| Gemeindeverband | Isle-Loue-Auvézère en Périgord | |
| Koordinaten | 45° 24′ N, 1° 8′ O | |
| Höhe | 198–342 m | |
| Fläche | 23,78 km² | |
| Einwohner | 926 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 39 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24270 | |
| INSEE-Code | 24227 | |
| Website | www.lanouaille.fr | |
Innenansicht der Kirche Saint-Pierre-ès-Liens | ||
Lanouaille (Aussprache [laˈnwaj], okzitanisch La Noalha) ist eine französische Gemeinde mit 926 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Isle-Loue-Auvézère en Périgord. Die Einwohner werden Lanouaillais und Lanouaillaises genannt.
Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Ortschaften verliehen wird.[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet von Lanouaille erstreckt sich über ein Plateau zwischen der oberen Loue, die die westliche Grenze der Gemeinde bildet, und dem Tal der Auvézère, etwa 40 Kilometer ostsüdöstlich von Nontron und etwa 39 Kilometer nordöstlich von Périgueux im Nordosten des Départements in der Landschaft des Nontronnais im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.
Lanouaille wird von folgenden acht Nachbargemeinden umgeben:
| Sarlande | Angoisse | |
| Dussac | Savignac-Lédrier | |
| Saint-Médard-d’Excideuil | Anlhiac Preyssac-d’Excideuil (Berührungspunkt) |
Génis |
Neben dem Ortskern besteht die Gemeinde aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften, Schlössern und Mühlen: Beaulieu, Bellegarde, Bois de la Tuilière, Bois Noirs, Bordas, Bouquet de Paulhiac, Chanteranne, Gué Durand, Jalussagne, La Basse Merlie, La Beyssouillie, La Bourdaleychie, La Cotte, La Cour, La Crouzille, La Daleyrie, La Durantie, La Forêt, La Gare, La Gautherie, La Lande du Courant, La Merlie, La Planche, La Vergne, Lafon, Laujardie, Laurière, Las Fargeas, Le Bocage, Le Bocage de Plagne, Le Bois Brousset, Le Chapelou, Le Châtenet, Le Courant, Le Fonzaud, Le Gabaret, Le Moulin du Bac, Le Pey, Le Pont, Le Puy, Le Terrier du Caillou, Le Verger de Plagne, Les Borderies de Plagne, Les Cheyroux, Les Côtes, Les Garennes, Les Grizoux, Les Gouleys, Les Landisses, Montmy, Moulin de Beaulieu, Peyre Noire, Plagne, Plaisance und Rezonzac.
Der topografisch tiefste Punkt befindet sich auf 198 m Höhe in der Südwestecke am Zusammenfluss von der Haute-Loue mit der Loue. Der höchste Punkt liegt auf 342 m Höhe an der Ostgrenze zu Savignac-Lédrier südöstlich vom Weiler Chapelou. Das Rathaus kommt auf 296 m zu liegen.
Bodenbedeckung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Bodenbedeckung der Gemeinde Lanouaille schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
- heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 38,1 %
- Wälder – 26,6 %
- Grünland – 20,1 %
- Kulturboden – 10,2 %
- baulich beansprucht – 1,9 %
- Strauch- und/oder Kräutervegetation – 1,7 %
- Bergwerke, Deponien und Baustellen – 1,2 %
- Dauerkulturen – 0,2 %.
Die landwirtschaftliche Nutzung steht eindeutig im Vordergrund. Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen ist von 68,0 % im Jahr 1990 auf 68,6 % im Jahr 2018 leicht angestiegen.[2]
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lanouaille besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
|
Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 40 Kilometer entfernten Wetterstation in Brive das langjährige Jahresmittel von 12,7 °C für 1971–2000 über 12,7 °C für 1981–2010 auf 13,0 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,3 °C innerhalb von 20 Jahren.

Hydrografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nordwestgrenze der Gemeinde Lanouaille zu Sarlande und Dussac wird auf etwa sieben Kilometer von der Loue gebildet, welche dann in südsüdwestlicher Richtung nach Saint-Médard-d’Excideuil weiterfließt. Ihr linker Nebenfluss, die Haute-Loue, durchquert auf etwa acht Kilometer in etwa mittig die Gemeinde in westsüdwestlicher Richtung. Auf ihren letzten 2,5 Kilometern stellt sie die Gemeindegrenze zu Saint-Médard-d’Excideuil. Die Haute-Loue besitzt zwei rechte und vier linke Seitenarme. Die rechten Seitenarme entwässern in südlicher Richtung, die linken nach Nordwest.
Die Loue und ihre Nebenflüsse gehören zum Flusssystem Isle-Dronne.
Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes in der Gemeinde Lanouaille beträgt 34 Kilometer.
Geologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Gemeinde Lanouaille liegt vollständig auf dem metamorphen Grundgebirge des nordwestlichen Zentralmassivs. Die Gesteine des Anstehenden gehören zur Thiviers-Payzac-Einheit.
Thiviers-Payzac-Einheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im äußersten Nordzipfel erscheint der Payzac-Quarzit (tfρ3Χ), eine höher metamorphe Fazies des rhyodazitischen Thiviers-Sandsteins. Der Payzac-Quarzit wird dann 500 Meter weiter südlich von der linksverschiebenden, nordoststreichenden Dussac-Störung jäh abgeschnitten. Es folgen sodann am Nordostrand der Gemeinde die Serizitschiefer des Donzenac-Schiefers (S1-2), die aus Peliten und Areniten hervorgegangen sein dürften und auch Grauwackenlagen enthalten. Eingeschaltet in den Donzenac-Schiefer findet sich ein langgezogener Graphitzug (gra) beim Weiler Peyre Noire. Praktisch der gesamte Rest des Gemeindegebietes wird dann vom eigentlichen Thiviers-Sandstein (tfρ3) eingenommen, nur am Südzipfel erscheint noch einmal kurz der Donzenac-Schiefer. Der Thiviers-Sandstein ist überaus reich an Diabasgängen (δΣβ), die ostsüdost bis südost streichen. Die Gänge sind meist um 500 Meter lang, können aber stellenweise über einen Kilometer Länge erreichen. Sie konzentrieren sich vor allem entlang den Flussläufen der Loue und der Haute-Loue.
Lockersedimente
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gesteine der Thiviers-Payzac-Einheit werden im Südosten und Süden von Lockersedimenten – pliozänen bis altpleistozänen Flussschottern der Formation Fs – überdeckt. In den Talungen der Loue, der Haute-Loue sowie im ersten und letzten linken Nebenarm der Haute-Loue haben sich rezente alluviale Sedimente (Formation K) abgesetzt.
Natürliche und technologische Risiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Natürliche Risiken manifestieren sich in Lanouaille neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als
- Dürren
- Bodensetzungen
- Waldbrände
- Radonemanationen.
Trotz der spärlichen Bedeckung des Gemeindegebiets mit Wald ist Lanouaille der Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. In einem großen Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[3]
Im Jahr 1999 kam es zu größeren Bodenbewegungen und Rutschungen. Wie die Risikokarte zeigt, ist Lanouaille von der Gefahr durch Bodensetzungen betroffen – gering im Bereich des Donzenac-Schiefers. Die Dürreperioden in den Jahren 2011 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde La Coquille der Zone 3 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein erhöhtes Radonpotenzial besteht. Technische Lösungen zur Reduktion der Radonexposition sollten individuell für jedes Gebäude ausgewählt und angepasst werden. Nach der Umsetzung dieser Maßnahmen wird empfohlen, deren Wirksamkeit durch erneute Radonmessungen zu überprüfen.
Ein technologisches Risiko bilden verschmutzte oder potenziell verschmutzte Standorte, die weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt sind. Es handelt sich hierbei um ein früheres Lager für brennbare Flüssigkeiten.[4]
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name des Dorfes ist erst relativ spät als Nobilia in den Schriften erwähnt. Es scheint sich bei dieser Schreibweise um eine fehlerhafte Latinisierung zu handeln, da die folgenden Belege übereinstimmen, die sich stark von der ersten unterscheiden. Es gab La Nouaille im Jahr 1652, und La Noilie in 1742. Lanouaille, repräsentiert durch das Okzitanische wahrscheinlich das lateinische novalia (terra) (deutsch neuer Acker). Novalia ist abgeleitet von novus (deutsch neu). Es wurde vermutet, dass der Name mit dem okzitanischen Wort noalha (deutsch Teich und deutsch Sumpf) zusammenhängt, das seinen Ursprung im gallischen Wort °nauda hat. In dem Maße der Verwendung des Namens Lanouaille für gerodetes Land, scheint die erste Hypothese plausibler. Im Périgord gibt es mehrere Lieu-dits La Nouaille oder La Nouaillette.
Der Standort war während der Eisenzeit bewohnt, aber die Fundstätte von La Tuilière beweist eine Besiedelung in einer noch älteren Zeit.[5]
In Lanouaille sind keine historischen Bauwerke älter als 19. Jahrhundert erhalten. So ist beispielsweise die Ortskirche Saint-Pierre-ès-Liens neugotisch.
Am 28. Juni 1944 wurde eine deutsche Kolonne der Wilde-Gruppe aus südlicher Richtung in Richtung Lanouaille gesichtet. Zwei Einwohner des Ortes, der 32-jährige Gabriel Froidefond und der 38-jährige Edouard Grégoire, gingen voraus, um die Lage zu erkunden. Sie wurden in der Nähe gefangen genommen, ausgeraubt und am nächsten Tag ermordet. Ein weiterer Mann, Lucien Dubout, der offenbar die Straße entlang flüchtete, wurde ebenfalls von Maschinengewehrfeuer niedergestreckt und ausgeraubt. Henri Maleyre, ein Notar aus Lanouaille, der ebenfalls anwesend war, wurde geschlagen und gezwungen, die Soldaten zu Herrn Dubouts Haus zu begleiten, wo sie es durchsuchten und ausraubten.[6]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung in Lanouaille | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
![]()
| ||
| 1962 | 1085 | |||
| 1968 | 1025 | |||
| 1975 | 1026 | |||
| 1982 | 1006 | |||
| 1990 | 976 | |||
| 1999 | 966 | |||
| 2005 | 988 | |||
| 2006 | 984 | |||
| 2010 | 990 | |||
| 2015 | 1015 | |||
| 2019 | 981 | |||
Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister in Lanouaille ist seit Juli 2017 der Produktionsleiter Jean-Christophe Boulanger, der im Mai 2020 wiedergewählt wurde.
Präsidentschaftswahlen 2022
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 165 | 28,30 % | 279 | 54,49 % | |
| Marine Le Pen | Front national | FN | 147 | 25,21 % | 233 | 45,51 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 111 | 19,04 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | 30 | 5,15 % | ||||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 35 | 6,00 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 42 | 7,20 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 10 | 1,72 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 18 | 3,09 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 15 | 2,57 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 4 | 0,69 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 1 | 0,17 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 5 | 0,86 % | |||
| Gesamt | 583 | 100 % | 512 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 583 | 97,82 % | 512 | 89,20 % | |||
| Ungültige Stimmen | 13 | 2,18 % | 62 | 10,80 % | |||
| Wahlbeteiligung | 596 | 83,71 % | 574 |
80,73 % | |||
| Enthaltungen | 116 | 16,29 % | 137 | 19,27 % | |||
| Registrierte Wähler | 712 | 711 | |||||
|
Quelle: Ministère de l'Intérieur[8] | |||||||
Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Lanouaille konnte Emmanuel Macron deutlich für sich entscheiden.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Neugotische Ortskirche Saint-Pierre-ès-Liens, Neubau aus dem 19. Jahrhundert auf mittelalterlichen Fundamenten
- Schloss Beaulieu aus dem 15. Jahrhundert
- Schloss La Durantie von 1845
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lanouaille verfügt über
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 364 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Lanouaille erwerbstätig, entsprechend 77,3 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (78,8 %) höher war als bei den Frauen (75,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 32 Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (47). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 11,2 % (2016) auf 8,8 % (2022).[10]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bereich mit den meisten Beschäftigten (41,6 %) war Ende 2024 der Sektor Handel, Transport und diverse Dienstleistungen.[10]
86 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Lanouaille wirtschaftlich aktiv:[10]
| Branche | Anzahl | % |
|---|---|---|
| Fertigung, Bergbau und andere Industrien | 7 | 8,1 % |
| Baugewerbe | 14 | 16,3 % |
| Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie | 20 | 23,3 % |
| Information und Kommunikation | 1 | 1,2 % |
| Finanzen und Versicherungen | 3 | 3,5 % |
| Immobilien | 1 | 1,2 % |
| Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten | 12 | 14,0 % |
| Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln | 21 | 24,4 % |
| Andere Dienstleistungen | 7 | 8,1 % |
| Gesamt | 86 |
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[11] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 51 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 43 im Jahr 2000, auf 38 im Jahr 2010 und schließlich auf 28 im Jahr 2020, ein Rückgang von 45,1 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 1463 Hektar im Jahre 1988 auf 1117 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 28,7 Hektar auf 39,9 Hektar.[12][13][14]
Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortskern von Lanouaille wird in Nord-Süd-Richtung von der aus Limoges kommenden, zur Departementsstraße D 704 herabgestuften ehemaligen Nationalstraße N 704 durchquert. Diese stellt eine bedeutende Verbindung von Limoges in den Südosten des Départements Dordogne nach Montignac und weiter nach Sarlat dar. Ferner erreicht von Thiviers im Westen die zur D 707 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 707 den Ortskern. Diese führt dann als D 75 weiter in östlicher Richtung nach Savignac-Lédrier und Payzac. Den Ortskern durchzieht außerdem die aus Sarlande im Nordosten kommende D 81 in Richtung Génis im Südosten. An der Südostgrenze verläuft die D 4 von Savignac-Lédrier nach Anlhiac. Kommunalstraßen stellen die Verbindung zu den einzelnen Ortsteilen her.
Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Lanouaille mit Angoisse und Saint-Yrieix-la-Perche.[15]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bénédicte Fénié, Jean-Jacques Fénié: Toponymie occitane (= Sud-Ouest Université. Band 8). Editions Sud-Ouest, Bordeaux 1997, ISBN 2-87901-215-5.
- Pierre-Louis Guillot u. a.: Feuille Saint-Yrieix-la-Perche. In: BRGM (Hrsg.): Carte géologique de la France à 1/50 000.
- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Lanouaille. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seiten 191–192
- ↑ Stèle d'Anlhiac. Centre Départemental de la Mémoire Résistance, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Notice Communale Lanouaille. EHESS, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Lanouaille. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
- ↑ Annuaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- 1 2 3 Dossier complet - Commune de Lanouaille (24227). INSEE, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Lanouaille. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).


