Porsche Mission R


Der Porsche Mission R ist ein vollelektrischer Rennwagen von dem deutschen Kraftfahrzeughersteller Porsche. Erstmalig wurde dieser auf der IAA Mobility in München vom 7. bis zum 12. September 2021 vorgestellt. Der Mission R ist ein Prototyp für einen potenziellen elektrischen Rennwagen.[1][2]
Auf der IAA 2021
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Mission R wurde in etwa neun Monaten von einem 30-köpfigen Team entwickelt und schließlich auf der IAA vorgestellt.[3] Bei der Präsentation erklärte Porsche, dass es sich bei dem Mission R um ein Studie für einen Markenpokal handelt, die eine ähnliche Rundenzeit wie der 992 GT3 Cup erreichen könne.[4][5]
Antrieb und Karosserie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der 4,23 m lange und 1,19 m hohe[6] Rennwagen besitzt einen Allradantrieb mit zwei separaten Motoren (jeweils für die Vorder- und Hinterachse). Beide Motoren zusammen haben eine maximale Antriebsleistung von 800 kW bzw. 1073 PS. Der Motor für die vordere Achse besitzt dabei 320 kW (435 PS) und der für die hintere 480 kW (653 PS). Diese Spitzenwerte kann der Mission R allerdings nur im sog. „Qualifikationsmodus“ erreichen. Konstant stehen ihm 500 kW (680 PS) zur Verfügung. Durch diese Leistung erreicht der Wagen in 2,5 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h.[6]
In der Mission R wurde eine permanenterregte Synchronmaschine verbaut. Als größte Innovation bezeichnet Porsche die Öldirektkühlung, wo das Öl direkt durch die Kupferwicklungen im Stator fließt. Dies ermöglicht im Vergleich zu den Kühlungen bei den konventionellen elektrischen Maschinen eine hohe Effizienz sowie eine hohe Spitzen- und Dauerleistung.[7]
Eine Besonderheit ist auch die sog. Hairpin-Wicklung im Stator. Diese Form der Kupferwicklungen führt ebenfalls zu einer höheren Leistung und Drehmoment.[7]
Die Batterie besteht aus High-End-Zellen und hat eine Gesamtkapazität von 82 kWh. Die Kapazität reicht für einen Renneinsatz von 25 bis zu 40 Minuten aus. Durch die 900-Volt-Technik ist es möglich, den Wagen an Gleichstrom-(DC-)Schnellladesäulen in etwa 15 Minuten von 5 auf 80 Prozent zu laden. Die maximale Ladeleistung liegt dabei bei 350 kW.[7]
Fahrgestell
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während zahlreiche Anbauteile des Rennwagens aus klimafreundlicherem naturfaserverstärkten Kunststoff auf Basis von Flachsfasern bestehen,[8] soll durch ein neues Überrollschutz-Konzept ein Käfig aus Carbonfaser-verstärktem Kunststoff den Schutz des Fahrers gewährleisten ([9] S. 27).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jens Dralle, Marcel Sommer: Porsche Mission R: Mit 800 kW auf der Rennstrecke. 23. November 2021, abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ Porsche zeigt die zukunftsweisende Konzeptstudie Mission R. In: Porsche Newsroom. (porsche.com [abgerufen am 26. Juni 2026]).
- ↑ Porsche Mission R First Drive: Proof Electric GT Race Cars Won't Suck. 30. November 2021, abgerufen am 26. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Porsche reveals 1000bhp electric sportscar Mission R concept. (motorsport.com [abgerufen am 26. Juni 2026]).
- ↑ Ollie Marriage: Porsche Mission R review: a 1,073bhp electric racing concept. In: Top Gear. 23. November 2021 (englisch, topgear.com [abgerufen am 26. Juni 2026]).
- 1 2 Stefan Wagner: Porsche Mission R zeigt nachhaltiges Rennauto der Zukunft. In: automobile.at. Abgerufen am 26. Juni 2026 (österreichisches Deutsch).
- 1 2 3 Mission R: Innovative E-Motoren, High-End-Batterie und 900 Volt. In: Porsche Newsroom. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ Christiane Köllner: Porsche-Konzeptstudie Mission R mit 800 kW vorgestellt. In: springerprofessional.de. 10. September 2021, abgerufen am 2. Juli 2026.
- ↑ Der Porsche Mission R - Pressemappe. Abgerufen am 26. Juni 2026.