„Moin!“ – Auf den Spuren der Mundart
Tarianer Schüler in der Partnerstadt Hattstedt/Norddeutschland
Eine Woche voller neuer Eindrücke, Wattwanderung und ganz viel Dialekt liegt hinter uns. Schon vor der Reise hatten wir uns gegenseitig Vorstellungsmaterialien geschickt, sodass wir uns bereits ein wenig kannten. Während der langen Busfahrt am ersten Junimontag nutzten wir die Zeit, um das Ganze auf spielerische Art weiterzuüben und uns auf das Plattdeutsche vorzubereiten. Das Hauptthema der Projektwoche war die Mundart, die unsere Gemeinden in Hattstedt und Tarian miteinander verbindet. Unser absolutes Lieblingswort der Reise war schnell gefunden, das Grußwort: „Moin!“, mit dem man sich einen schöen Tag/Abend wünscht, weil moi(e) auf Niederdeutsch „schön” bedeutet.
Viele Aktivitäten warteten auf uns. Neben den Schulbesuchen in Husum und Hattstedt war die Schifffahrt auf der Nordsee ein echtes Highlight. Es wurde mit Fischnetz gefischt, die Tiere und Wasserpflanzen durfte man in die Hand nehmen und sogar Algen probieren. Die Wattwanderung barfuß im Schlick, das war ein ganz neues und tolles Erlebnis. Wir erfuhren, wie die Leute auf den Haligen leben, warum auf den Deichen so viele Schafe grasen und unser Leiter führte uns auch auf eine Wiese mitte des Naturschutzgebietes, wo ein „Tischlein deck dich” – ein üppiges Picknick auf uns wartete.
Dabei lernten wir viele plattdeutsche Ausdrücke kennen, die ganz eng mit dem Alltagsleben und der Natur im Norden verbunden sind. In den Schulen vertieften wir dieses Wissen am Dienstag und Mittwoch durch abwechslungsreiche Partner- und Gruppenarbeiten. Wir erlernten auch ein plattdeutsches Lied und veranstalteten ein kleines schwäbisches Tanzhaus. Wir erhielten einen Einblick in das Vereinsleben der Jugendfeuerwehr, und besuchten auch den Jugendtreff, wo jeder ein passendes Mediengerät oder Spiel für sich gefunden hat. Am Abschiedsabend wurde ein kleines Programm mit schwäbischen Volksttänzen, Volksliedern und einer Mundart-Geschichte vorgeführt.
Am Freitag ging es zurück nach Hause. Die Übernachtung in der Schule hat großen Spaß gemacht und wir würden am liebsten auch nächstes Jahr wieder zurückfahren. Wir haben uns in Hattstedt sehr wohl gefühlt! Danke für die schönen Erlebnisse! Die Reise wurde aus Mitteln des Bundesministerium des Innern durch das Institut für Auslandsbeziehungen gefördert, weiterhin von der Geimeinde Hattstedt und von der Ungarndeutschen Selbstverwaltung Tarian unterstützt.
Schülergruppe der Tarianer Grundschule








