Ein gesprengtes Bild
das in seinen Stücken
aus Schwarz und Blau
(und etwas dazwischen)
aus dem Rahmen
f
ä
l
l
t
Von unten
könnten es
T E I L E
des Himmels sein
Oder ein gevierteilter Turm
an einem satten Abend
Der literarische Blog für Lyrik und Kurzprosa von Orla Wolf
Ein gesprengtes Bild
das in seinen Stücken
aus Schwarz und Blau
(und etwas dazwischen)
aus dem Rahmen
f
ä
l
l
t
Von unten
könnten es
T E I L E
des Himmels sein
Oder ein gevierteilter Turm
an einem satten Abend
Du hast wieder
eine Schicht darüber gelegt
Ein weißes Netz
aus winzigen Quadraten
Darunter dickflüssige Farben
(weiß. grün, rot und Spuren von Lila)
Darunter eine Platine
mit kolbenartigen Dingen
die ich nicht kenne
Morgen kommen Nadeln
aus Diamant dazu
Das spüre ich schon
Ihre Köpfe opak
Und ihr Signal
unhörbar
für mein Ohr
Die gekalkte Wurzel
gleicht
einem Torso
Man hat sie
auf ein Stück
rostiges Metall gelegt
das sich ihrer Form ergibt
und an Stellen
löchrig wird
wo die Wurzel längst aufhört
Immer
wenn ich auf der Lichtung
die schraffierte Stelle betrete
geht etwas an
Kein Licht
sondern Monde
im Innern der Bäume
Der Nagel hält
dem porigen Holz
nicht stand
und zeigt sich
bei seinem Austritt
schon nagelfern gebogen
Sein Mittleres
bleibt verborgen
zurück
Und arbeitet
vielleicht
im Inneren weiter
Am späten Abend
einen glutroten Wald
betreten
Ich umlaufe
die Stämme
Und ein Blick
nach oben
lässt mich kronlos
zurück
Auch heute
zieht es mich wieder
zu den Teichen hin
Ich betrachte das ertrunkene Gras
und die matten Zweige am Rand
die mir die Richtung weisen
Morgen komme ich
wieder