close
Zum Inhalt springen

Birgisch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Birgisch
Wappen von Birgisch
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Brig
Munizipalgemeinde: Natersi2
Postleitzahl: 3903
frühere BFS-Nr.: 6001
Koordinaten: 639387 / 129601Koordinaten: 46° 19′ 0″ N,  57′ 0″ O; CH1903: 639387 / 129601
Höhe: 1093 m ü. M.
Fläche: 18,30 km²
Einwohner: 253 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 14 Einw. pro km²
Website: www.birgisch.ch
Alpwiese bei Birgisch
Alpwiese bei Birgisch
Karte
Birgisch (Schweiz)
Birgisch (Schweiz)
w{w
Gemeindestand vor der Fusion am 31. Dezember 2012

Birgisch ist ein Ort der Gemeinde Naters im Bezirk Brig im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz.

Bis zur Fusion zusammen mit der Gemeinde Mund zur Gemeinde Naters am 1. Januar 2013 war Birgisch eine selbständige politische Gemeinde.

Birgisch wurde 1232 erstmals als Burginse erwähnt (ein Chono de Burginse). Die Hangsiedlung über dem rechten Rhoneufer umfasst zahlreiche Weiler. Auf dem sogenannten Kocherbiel bei der Kapelle befinden sich Überreste einer mittelalterlichen Burg. Birgisch teilte die politischen Geschicke des Zenden Brig. Kirchlich gehört Birgisch bis heute zu Naters. Eine Kapelle (Patrozinium Johannes der Täufer), 1379 im Besitz der Johanniter und mit einer Einsiedelei verbunden, wurde 1687 umgebaut, 1905 neu errichtet (Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert, Barockaltar, verschiedene Reliquien aus dem 18. Jahrhundert). Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestanden die zwei Gemeinden Ober- und Unterbirgisch (1320 als Gemeinde erwähnt) mit gemeinsamen Allmenden und Alpen. Das Gemeindehaus datiert von ca. 1550 (Erneuerungen 1592, 1920–1921). Die 1548 erwähnte Bruderschaft des heiligen Johannes wurde um 1850 dem Schulfundum einverleibt. 1953–1973 durch eine Luftseilbahn erschlossen, ist Birgisch seit 1970 durch eine Strasse mit dem Tal, seit 1977 mit Mund verbunden. Drei Viertel der Erwerbstätigen arbeiteten 1990 ausserhalb von Birgisch.

Birgisch: Einwohnerzahlen von 1798 bis 2012
Jahr  Einwohner
1798
 
100
1802
 
90
1821
 
122
1829
 
160
1837
 
150
1850
 
191
1860
 
198
1870
 
165
1880
 
211
1888
 
208
1900
 
252
1910
 
230
1920
 
259
1930
 
235
1941
 
205
1950
 
238
1960
 
220
1970
 
152
1980
 
181
1990
 
214
1991
 
218
1992
 
212
1993
 
216
1994
 
218
1995
 
218
1996
 
225
1997
 
223
1998
 
222
1999
 
220
2000
 
224
2001
 
227
2002
 
230
2003
 
221
2004
 
217
2005
 
220
2006
 
214
2007
 
217
2008
 
220
2009
 
220
2010
 
229
2011
 
239
2012
 
253
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[1][2] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[3]

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Birgisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Martin Schuler: Kanton Wallis – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 20 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Juni 2026.
  2. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 6. Juni 2026.
HLS Diese Fassung des Artikels basiert auf dem Eintrag von Louis Carlen im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. Sollte der Artikel so weit überarbeitet und ausgebaut worden sein, dass er sich erheblich vom HLS-Artikel unterscheidet, wird dieser Baustein entfernt. Der ursprüngliche Text und ein Verweis auf die Lizenz finden sich auch in der Versionsgeschichte des Artikels.