Como 1907
| Como 1907 | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Como 1907 S.r.l. | |||
| Sitz | Como, Italien | |||
| Gründung | 25. Mai 1907 | |||
| Farben | weiß, blau | |||
| Vorstand | Dennis Wise | |||
| Website | comofootball.com | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Cesc Fàbregas | |||
| Spielstätte | Stadio Giuseppe Sinigaglia | |||
| Plätze | 13.602 | |||
| Liga | Serie A | |||
| 2025/26 | 4. Platz | |||
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Como 1907, kurz Como, ist ein 1907 gegründeter Fußballverein aus der lombardischen Stadt Como.
Weitere Bezeichnungen sind I Lariani (deutsch „Die vom Comer See“) und Biancoblù (deutsch „Weiß-Blauen“).
Nach einer 21-jährigen Abwesenheit stieg der Klub zur Saison 2024/25 wieder in die höchste italienische Spielklasse, die Serie A, auf. Nach einer ersten Spielzeit im gesicherten Mittelfeld gelang der Mannschaft in der Saison 2025/26 mit dem vierten Tabellenplatz der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, wodurch sich der Verein erstmals für die UEFA Champions League qualifizierte.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gründung und frühe Jahre
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Der Verein wurde am 25. Mai 1907 unter dem Namen Como Foot-Ball Club in der Bar Taroni in Como gegründet, die zugleich erster Vereinssitz war. In den Anfangsjahren bestritt die Mannschaft vor allem Freundschaftsspiele gegen Vereine aus der Umgebung von Mailand sowie aus der Schweiz.
Am 1. Oktober 1911 wurde das erste vereinseigene Spielfeld in der Via dei Mille mit einem internationalen Turnier eröffnet. Como gewann dabei gegen die US Milanese und die AC Bellinzona. Bereits 1912 schloss sich der Verein mit dem Studentensportverein Minerva zum Como F.B.C. Minerva zusammen.
1927 erfolgte die Fusion mit L’Esperia und die Umbenennung in Associazione Calcio Comense. Im selben Jahr wurde das Stadio Giuseppe Sinigaglia eröffnet, das bis heute Heimstätte des Vereins ist. Das Eröffnungsturnier um die Coppa Alessandro Volta gewann Como mit Siegen gegen Inter Mailand und den CFC Genua.[1]
In den folgenden Jahren nahm der Verein dauerhaft am organisierten Ligabetrieb teil. 1936 erfolgte die Umbenennung in Associazione Sportiva Como, nach einer weiteren Fusion 1938 in Sportiva Como; später setzte sich erneut die Bezeichnung Associazione Calcio Como durch.[1]
Zwischen Serie A und Serie C
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Saison 1949/50 gelang Como erstmals der Aufstieg in die Serie A. Der Verein etablierte sich zunächst vier Spielzeiten in der höchsten italienischen Spielklasse, ehe in den folgenden Jahrzehnten ein häufiger Wechsel zwischen Serie B und Serie C einsetzte.
1970 wurde der Profibereich in eine Aktiengesellschaft überführt. Nach dem Wiederaufstieg 1975 blieb Como zunächst nur eine Saison in der Serie A, kehrte jedoch nach zwei Aufstiegen in Folge Ende der 1970er Jahre erneut ins Oberhaus zurück.
Die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte erlebte der Klub in den 1980er Jahren. Nach dem Aufstieg 1984 etablierte sich Como für pfünf aufeinanderfolgende Spielzeiten in der Serie A. Unter Trainern wie Roberto Clagluna, Rino Marchesi und Emiliano Mondonico erreichte die Mannschaft in den Spielzeiten 1985/86 und 1986/87 jeweils den neunten Tabellenplatz – bis heute die beste Platzierung des Vereins im Oberhaus. Zu den prägenden Spielern dieser Zeit zählten unter anderem Dan Corneliusson, Stefano Borgonovo und Pasquale Bruno. Für mediale Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum sorgte zudem die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers Hansi Müller direkt nach dem Aufstieg 1984, der jedoch verletzungsbedingt nur eine Saison im Verein verblieb. Nach dem Abstieg 1989 folgte ein Jahr später der Absturz in die Serie C.[1]
Insolvenzen und Einstieg der Hartono-Gruppe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den 1990er Jahren spielte Como überwiegend in der Serie C; lediglich 1994/95 gehörte der Verein für eine Saison der Serie B an.
Zu Beginn der 2000er Jahre gelang unter Präsident Enrico Preziosi die Rückkehr in die oberen Ligen. Nach dem Aufstieg in die Serie B 2001 erreichte Como bereits ein Jahr später überraschend die Serie A. Unter Trainer Loris Dominissini gelang der Durchmarsch in die höchste Spielklasse, der Aufenthalt dort blieb jedoch auf die Saison 2002/03 begrenzt.
Dem direkten Wiederabstieg folgte 2004 der Absturz in die Serie C und infolge finanzieller Schwierigkeiten die Insolvenz der damaligen Gesellschaft. Der Verein wurde neu gegründet und nahm als Calcio Como S.r.l. den Spielbetrieb in der Serie D auf – erstmals außerhalb des Profifußballs.[1]
Nach dem Wiederaufstieg in die Serie B 2015 geriet der Verein erneut in wirtschaftliche Schieflage. 2017 folgte eine weitere Insolvenz und die anschließende Neugründung als Como 1907, die mit einem erneuten Neustart in der Serie D verbunden war.
Ein entscheidender Wendepunkt vollzog sich im April 2019, als das britische Unternehmen SENT Entertainment, finanziert durch die indonesischen Milliardäre Robert und Michael Hartono (Djarum-Gruppe), den Verein übernahm. Durch die finanzielle Stabilität entwickelte sich Como in den Folgejahren zu einem der ambitioniertesten Klubs im italienischen Fußball.
Rückkehr in die Serie A und Champions-League-Qualifikation (seit 2019)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits 2019 gelang Como als Meister der Serie D die Rückkehr in den Profifußball. Zwei Jahre später, in der Saison 2020/21, stieg der Verein vorzeitig in die Serie B auf und etablierte sich dort im gesicherten Mittelfeld.
Überregionale und internationale Aufmerksamkeit erlangte der Klub im Sommer 2022 mit der Verpflichtung des ehemaligen Welt- und Europameisters Cesc Fàbregas als Spieler, der zudem Anteile am Verein übernahm. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Sommer 2023 wechselte er in den Trainerstab des Vereins und übernahm im weiteren Verlauf den Posten des Cheftrainers. Neben Fàbregas stieg auch der ehemalige französische Nationalspieler Thierry Henry als Investor bei den Lombarden ein.
In der Saison 2023/24 sicher sich Como am letzten Spieltag die Vizemeisterschaft hinter Parma Calcio und damit den direkten Aufstieg in die Serie A. Nach 21 Jahren Abwesenheit kehrte der Verein damit ins Oberhaus zurück. Nach einer soliden ersten Spielzeit im sicheren Mittelfeld gelang der Mannschaft in der darauffolgenden Saison 2025/26 die größte Sensation der Vereinsgeschichte: Am letzten Spieltag sicherte sich Como durch einen 4:1-Erfolg gegen die US Cremonese den vierten Tabellenplatz. Damit qualifizierte sich der Klub erstmals in seiner Historie für die UEFA Champions League und übertraf zudem die historische Bestplatzierung aus dem Jahr 1950.[1]
Farben, Wappen und Spitznamen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vereinsfarben und Spitznamen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die traditionellen Vereinsfarben von Como 1907 sind Blau und Weiß. Historisch trat der Verein überwiegend in hellblauen Trikots mit weißen Hosen und weißen Details an. Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich das Erscheinungsbild hin zu kräftigeren Blautönen.[2] Aus dieser Farbkombination leitet sich der gebräuchliche Spitzname Biancoblù („die Weiß-Blauen“) ab.[1]
Neben Biancoblù wird die Mannschaft in den italienischen Medien und von den Fans häufig als Lariani bezeichnet. Dieser Name leitet sich von Larius, der lateinischen Bezeichnung für den Comer See, aus und verweist auf die tiefe regionale Verwurzelung des Vereins.[1]
Vereinswappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Vereinswappen wurde im Laufe der Geschichte mehrfach modifiziert. Ein konstantes Element blieb dabei lange Zeit das Stadtwappen von Como – ein silbernes Kreuz auf rotem Grund –, das bereits in den Anfangsjahren als Symbol diente und zeitweise direkt auf den Spieltrikots abgebildet war.[2] Ebenfalls wiederkehrend sind gestalterische Bezüge zum Comer See.[2]
Das im April 2019 eingeführte Wappen entstand nach einer Abstimmung unter den Vereinsanhängern. Es kombiniert stilisierte Wellenlinien, die den Comer See repräsentieren, mit einem darüber schwebenden Schild, das das historische Kreuzmotiv aufgreift. Im Unterschied zu früheren Epochen verzichtet die moderne Gestaltung vollständig auf die traditionelle rote Farbe des Stadtwappens und ist rein in Blau und Weiß gehalten.[2]
- Vereinswappen der Associazione Calcio Comense (1927–1936)
- Wappen von Calcio Como (1950–1970)
- Wappen von Calcio Como (1991–2017)
- Wappen von Como 1907 (seit 2019)
Stadion
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Como 1907 trägt seine Heimspiele im Stadio Giuseppe Sinigaglia aus, das unmittelbar am Ufer des Comer Sees liegt. Das zwischen 1925 und 1927 errichtete Stadion ist nach dem Ruderer Giuseppe Sinigaglia benannt, einem mehrfachen Europameister und Gewinner der Diamond Sculls von 1914, der im Ersten Weltkrieg fiel.[3]
Nach dem Aufstieg in die Serie A im Jahr 2024 wurde die Spielstätte schrittweise modernisiert. Die Kapazität wurde zunächst für die Saison 2024/25 auf 10.584 Plätze angehoben und zur darauffolgenden Spielzeit 2025/26 weiter auf 12.039 Zuschauerplätze erweitert.[4][5]
Im Mai 2026 begannen umfassende Umbau- und Abrissarbeiten an der Anlage. Bis 2028 soll am traditionellen Standort ein vollständig modernisiertes, reines Fußballstadion entstehen. Die Pläne sehen neue Tribünen, erweiterte Zuschauer- und Logenbereiche sowie bauliche Anpassungen vor, um die Anforderungen für internationale UEFA-Wettbewerbe zu erfüllen, für die sich der Verein 2026 erstmals qualifizieren konnte.[6][7]
Statistiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erfolge
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- Coppa Italia Serie C
- Sieger (1): 1997
Ligazugehörigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit der Einführung des landesweiten, rundenbasierten Ligasystems im Jahr 1929 gehört Como 1907 zu den regelmäßigen Teilnehmern der drei höchsten italienischen Spielklassen. Einschließlich der historischen Vorläuferligen absolvierte der Verein bis einschließlich der Saison 2025/26 insgesamt 16 Spielzeiten auf dem ersten, 44 auf dem zweiten und 36 auf dem dritten nationalen Ligalevel.
| Stufe | Liga | Spielzeiten | Letzte Teilnahme | Aufstiege | Abstiege |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Serie A (inkl. 1× Prima Categoria) | 16 | 2026/27 | – | 5 (1952/53, 1975/76, 1981/82, 1988/89, 2002/03) |
| 2 | Serie B (inkl. 7× Vorläuferligen) | 37 | 2023/24 | 6 (1948/49, 1974/75, 1979/80, 1983/84, 2001/02, 2023/24) | 6 (1934/35, 1962/63, 1977/78, 1989/90, 2003/04, 2015/16) |
| 3 | Serie C (inkl. Serie C1 / Lega Pro) | 33 | 2020/21 | 7 (1945/46, 1967/68, 1978/79, 1993/94, 2000/01, 2014/15, 2020/21) | 2 (2004/05, 2017/18) |
Aktueller Kader
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stand: 25. Dezember 2025[8]
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Ehemalige Spieler
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Nicola Amoruso
Enrico Annoni
Nicolò Barella
Accursio Bentivegna
Stefano Borgonovo
Pasquale Bruno
Nicola Caccia
Andrea Caracciolo
Benito Carbone
Pietro Carmignani
Francesco Casagrande
Dan Corneliusson
Carlo Cudicini
Renato Curi
Lorenzo D’Anna
Diego De Ascentis
Roberto De Zerbi
Dirceu
Cesc Fabregas
Daniel Fonseca
Andrea Fortunato
Annibale Frossi
Luca Fusi
Roberto Galia
Giuliano Giuliani
Aristide Guarneri
Giuseppe Iachini
Giovanni Invernizzi
Stefano Maccoppi
Moreno Mannini
Emiliano Mascetti
Gianfranco Matteoli
Gigi Meroni
Hans-Dieter Mirnegg
Hansi Müller
Vedin Musić
Davide Olivares
Luis Oliveira
Michele Padovano
Fabio Pecchia
Felice Piccolo
Ercole Rabitti
Massimo Rastelli
Anselmo Robbiati
Tommaso Rocchi
Paolo Rossi
Luigi Sala
Gaetano Salvemini
Fabiano Santacroce
Luca Saudati
Aldo Serena
Marco Simone
Massimo Taibi
Marco Tardelli
Antonio Tempestilli
Villiam Vecchi
Pietro Vierchowod
Corrado Viciani
Giovanni Viola
Gianluca Zambrotta
Ehemalige Trainer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mannschaft der Frauen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Como 1907 | |
| Name | Como 1907 |
| Spielstätte | Centro sportivo SNEF Lambrone, Erba |
| Plätze | 1000 |
| Liga | Serie A |
| 2025/26 | 1. (Serie B) |
Seit April 2020 verfügt Como 1907 über eine Abteilung für Frauenfußball.[9] In der Saison 2022/23 startete die Mannschaft in der fünftklassigen Liga Promozione und schaffte im folgenden Jahr den Aufstieg als Meister in die viertklassige Liga Eccellenza.[10] Im Sommer 2025 übernahm Como die Startlizenz der Frauenabteilung von Chievo Verona und startete dadurch in der Spielzeit 2025/26 in der zweitklassigen Serie B.[11] Zum Ende der Spielzeit gelang als Zweitligameister der erstmalige Aufstieg in die Serie A.[12]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website von Como 1907 (italienisch, englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 History. Como 1907, abgerufen am 21. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Loghi e simboli sulle maglie. In: Il Museo del Como. 23. April 2020, abgerufen am 11. Juni 2026 (italienisch).
- ↑ Concept images for the Como stadium redevelopment. In: Archistadia. 11. Februar 2025, abgerufen am 11. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Como’s Stadio Giuseppe Sinigaglia ready for Serie A action. In: The Stadium Business. 6. September 2024, abgerufen am 11. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Como, il Sinigaglia è pronto per la Serie A, potrà ospitare 12.039 spettatori. In: ComoZero. 21. Mai 2025, abgerufen am 11. Juni 2026 (italienisch).
- ↑ Como 1907 Announces First Stage of Populous-designed Stadio Giuseppe Sinigaglia Redevelopment. Populous, 4. Februar 2025, abgerufen am 11. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Italy: Major demolition begins at Como's stadium. Preparations for European football by the lake. In: StadiumDB.com. 29. Mai 2026, abgerufen am 11. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Squadra. In: ComoFootball.com. Abgerufen am 25. Dezember 2025 (italienisch).
- ↑ Il Como apre la sua sezione femminile con due squadre giovanili. In: calcioefinanza.it. Calcio e Finanza, 17. April 2020, abgerufen am 28. Januar 2026 (italienisch).
- ↑ Como 1907, un anno davvero Eccellente. In: calciofemminileitaliano.it. Calcio femminile italiano, 20. Juni 2024, abgerufen am 28. Januar 2026 (italienisch).
- ↑ Il Como 1907 parteciperà al prossimo campionato di Serie B: rilevato il titolo sportivo dell'H&D Chievo Women. In: figc.it. FIGC, 29. Mai 2025, abgerufen am 28. Januar 2026 (italienisch).
- ↑ Como 1907 Femminile Secure Serie A Spot. Como 1907, 26. April 2026, abgerufen am 18. Mai 2026 (englisch).