close
Zum Inhalt springen

Damvillers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Damvillers
Damvillers (Frankreich)
Damvillers (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Meuse (55)
Arrondissement Verdun
Kanton Montmédy
Gemeindeverband Damvillers Spincourt
Koordinaten 49° 21′ N,  24′ OKoordinaten: 49° 21′ N,  24′ O
Höhe 197–353 m
Fläche 18,33 km²
Einwohner 613 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km²
Postleitzahl 55150
INSEE-Code

Kirche Saint-Maurice

Damvillers ist eine französische Gemeinde mit 613 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Verdun und zum Kanton Montmédy.

Die Gemeinde Damvillers liegt an der Thinte, einem Nebenfluss des Loison, etwa 25 Kilometer nördlich von Verdun.

Damvillers war Teil des zu den Spanischen Niederlanden zählenden Herzogtums Luxemburg.[1] 1552 griff Frankreich in den Fürstenaufstand ein, französische Truppen belagerten Damvillers. Ab 1559 war Cristóbal de Mondragón für mehr als ein Jahrzehnt der Gouverneur der Festung Damvillers.[2] Die früheren Beziehungen zu Luxemburg zeigen sich im heutigen Wappen der Gemeinde.

1659 wurde die Stadt und die Festung infolge des Pyrenäenfriedens an das Königreich Frankreich abgetreten.

Medizinhistorische Notiz

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Damvillers im Jahr 1552 belagert wurde, nahm Ambroise Paré (1510–1590) erstmals eine Arterienligatur bei einer Amputation vor. Seine neue Methode sollte alsbald die bisher gebräuchliche Kauterisierung ersetzen.[3]

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr196219681975198219901999200720162019
Einwohner582588631674627620636652626

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Damvillers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Joseph Groben: Connaissance de l’ancien Duché de Luxembourg (XXX): Damvillers, une enclave luxembourgeoise en pays mosan. In: Die Warte, Jg. 51, Nr. 36, 25. November 1999, S. 4.
  2. Raymond Fagel: Protagonists of War: Spanish Army Commanders and the Revolt in the Low Countries. Leuven University Press, Leuven 2021, ISBN 9789462702875, S. 212.
  3. Joseph Albert Massard: Damvillers, Mansfeld und Sohn: Ambroise Paré, der Vater der Chirurgie, und Luxemburg. In: Lëtzebuerger Journal, Jg. 60, Nr. 74, 17. April 2007, S. 11–12 (online, abgerufen am 13. Januar 2022).