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Rockwool

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH (Komplementärin)
Gründung 1954
Sitz Gladbeck
Leitung Gülnaz Atila (Vors.)
Mitarbeiterzahl ca. 1.400 (2026)
Umsatz 3,877 Milliarden Euro (2025) der ROCKWOOL Gruppe
Branche Baustoffindustrie
Website www.rockwool.com
Stand: 31. Dezember 2023

Die Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG ist Teil der Rockwool Gruppe. Die Rockwool Gruppe ist der weltweit größte Hersteller von Dämmstoffen und -systemen aus Steinwolle. Sie unterhält 40 Fabriken in 23 Ländern auf der ganzen Welt. Außerdem hat Rockwool in über 120 Ländern Verkaufsbüros, die sich um den Vertrieb der Dämmmaterialien kümmern.[1]

Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG

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Die Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG mit Verwaltungshauptsitz im Nordrhein-Westfälischen Gladbeck beschäftigte im Jahr 2025 rund 1400 Mitarbeiter an vier deutschen Standorten. An den Standorten Gladbeck, Flechtingen und Neuburg an der Donau werden Steinwolle-Produkte für die folgenden Geschäftsbereiche produziert:

Am Standort Marktredwitz hat sich die Heck Wall Systems GmbH hauptsächlich auf WDVS-Systeme spezialisiert, in denen die Steinwolle der Deutschen Rockwool verarbeitet wird. Zusätzlich wird in Marktredwitz mineralische Werktrockenmörtel, Fassaden- und Dämmsysteme sowie Spezialbaustoffe für die Sanierung historischer Gebäude produziert.[2][3]

Der Konzernsitz ist Hedehusene westlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, an deren Börse das Unternehmen notiert ist. Der Rockwool-Konzern erwirtschaftete 2025 mit seinen rund 12.500 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,877 Milliarden Euro.

Marken im Bereich Systeme:

Rockfon: Über die Marke Rockfon beliefert das Unternehmen den gewerblichen Innenausbau (Büros, Schulen, Gesundheitswesen) mit modularen Akustikdecken und Wandpaneelen.

Grodan: Über die Division Grodan beliefert Rockwool den professionellen Gemüse- und Blumenanbau mit Steinwolle-Substraten für erdeffiziente Anbaumethoden (hydroponische Systeme).

Rockwool Technical Insulation: Unter der Marke Rockwool Technical Insulation werden spezialisierte Dämmstoffe für industrielle Prozessanlagen, den Schiffbau und Offshore-Plattformen hergestellt.

ROCKWOOL Core Solutions: Die Marke Lapinus liefert technische Mineralfasern (Engineered Fibres), die unter anderem als Reibbeläge in der Automobilindustrie (Bremsbeläge) oder in der modernen Verbundwerkstofftechnik eingesetzt werden.

  • 1937: Beginn der Produktion von Steinwolle in Dänemark (Hedehusene) und Schweden (50 % Beteiligung).
  • 1954: Beginn der ersten Produktion außerhalb Skandinaviens in Gladbeck, Nordrhein-Westfalen.
  • 1970: Expansion in Gladbeck, Nordrhein-Westfalen.
  • 1974: Aufnahme der zweiten deutschen Produktionsstätte in Neuburg an der Donau, Bayern.
  • 1983: Gründung der ROCKWOOL Handelsgesellschaft mbH Österreich mit Sitz in Wien (Tochter der DEUTSCHEN ROCKWOOL).
  • 1991: Erwerb einer Produktionsstätte in Flechtingen, Sachsen-Anhalt.
  • 2002: Erhebliche Verbesserung der Umweltbedingungen im Werk Flechtingen, Sachsen-Anhalt, durch neue Sammelkammerfilteranlagen.
  • 2004: Deutsche Rockwool feiert 50-jähriges Jubiläum.
  • 2007: Inbetriebnahme einer Brikettfabrik in Flechtingen, Sachsen-Anhalt zur Aufbereitung von Recycling Material.
  • 2008: Inbetriebnahme einer Brikettfabrik in Gladbeck, Nordrhein-Westfalen zur Aufbereitung von Recycling Material.
  • 2014: Seit dem 1. Januar ist die HECK Wall Systems GmbH & Co.KG (vorher: BASF Wall Systems GmbH & Co.KG)in Marktredwitz ein Teil der ROCKWOOL Gruppe.[4]

Für die Herstellung der Steinwolle wird Stein, Kalkstein und Recycling-Formsteine mit anderen Rohstoffen bei einer Temperatur von rund 1500 °C verschmolzen. Die flüssige Steinschmelze wird dann in einem weiteren Arbeitsschritt zu Fasern versponnen. Bindemittel und Imprägnierungsöl werden hinzugefügt, um den Produkten Stabilität und wasserabweisende Eigenschaften zu geben.

Die Steinwolle wird danach erneut auf ca. 200 °C erhitzt, um die Bindemittel auszuhärten und das Material für die Endbearbeitung zu stabilisieren.[5]

Neben Dämmlösungen für den Wärme-, Schall- und Brandschutz bietet ROCKWOOL auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Online-Seminaren, Verbundschulungen und Ausbildungen zu verschiedenen Themen – für Handelspartner, Verarbeiter und Handwerker, Energieberater, Architekten, Ingenieure sowie Mitarbeitende von Baubehörden.[6]

Mitgliedschaften der Deutschen Rockwool GmbH & Co. KG

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  1. BDI-Initiative Circular Economy
  2. Fachverband Mineralwolleindustrie e. V.
  3. Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e. V.
  4. BDI-Initiative Energieeffiziente Gebäude
  5. Deutsches Institut für vorbeugender Brandschutz e. V.
  6. Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V.
  7. Bundesverband Brandschutz e. V.
  8. Bundesverband Technischer Brandschutz e. V.
  9. Stiftung KlimaWirtschaft
  10. BIG - Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e. V.
  11. Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V.
  12. Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V.
  13. Bundesverband Deutscher Fertigbau e. V.
  14. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V.
  15. Fachverband Ausbau und Fassade NRW
  16. Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e. V.
  17. Fachverband Gebäude-Klima e. V.
  18. Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V.
  19. Gesprächskreis Baustoffindustrie im BDB e. V.
  20. German Green Building Association e. V.
  21. Herstellerverband Haus & Garten e. V.
  22. Internationaler Verband für den Metallleichtbau e. V.
  23. Institut Bauen und Umwelt e. V.
  24. Qualitätsgedämmt e. V.
  25. Gütegemeinschaft Mineralwolle e. V.
  26. Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e. V.
  27. Verein zur Förderung erneuerbarer Energien und energieeinsparender Techniken e. V.
  28. Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e. V.
  29. WIR für Ausbau und Trockenbau e. V.
  30. Zentralverband des Deutschen Bedachungsfachhandels e. V.
  31. VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V.[7]

Rockwool und der russische Überfall auf die Ukraine

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Im Jahr 2023 wurde Rockwool von der Ukraine als „Internationaler Kriegsponsor“ bezeichnet, weil das Unternehmen Produkte an das russische Verteidigungsministerium für den Einsatz auf Kriegsschiffen verkauft hat. Anfang 2026 ordnete das russische Regime an, dass die vier Rockwool Fabriken in Russland unter stattliche Kontrolle gestellt werden und somit enteignet wurden. In den vier Fabriken waren ca. 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Durch diesen Verlust hat Rockwool 469 Millionen Euro verloren. Im Jahr 2025 machte die russische Tochter von Rockwool noch einen Umsatz von 261 Millionen Euro in Russland (vor Steuern und Zinsen).[8]

Commons: Rockwool – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ROCKWOOL Group - Annual Report 2025. (PDF) In: rockwool.com. Abgerufen am 9. Juni 2026 (englisch).
  2. Rockwool: Übernahme der BASF Wall Systems. In: baumarktmanager.de. 6. Januar 2014, abgerufen am 9. Juni 2026.
  3. Über HECK. In: wall-systems.com. Abgerufen am 9. Juni 2026.
  4. Unsere Historie. In: rockwool.de. Abgerufen am 9. Juni 2026.
  5. Wie wird Steinwolle hergestellt? In: Rockwool. Abgerufen am 31. März 2026.
  6. Informationen zur Weiterbildung im ROCKWOOL Forum. In: Rockwool. Abgerufen am 31. März 2026.
  7. DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG. In: lobbyregister.bundestag.de. Deutscher Bundestag, 24. Juli 2025, abgerufen am 9. Juni 2026.
  8. Putin-Regime enteignet dänischen Dämmstoff-Konzern. In: t-online.de. 15. Januar 2026, abgerufen am 9. Juni 2026.