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Schillingen

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Wappen Deutschlandkarte
Schillingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schillingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 38′ N,  47′ OKoordinaten: 49° 38′ N,  47′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg-Kell
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 19,55 km²
Einwohner: 1165 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54429
Vorwahl: 06589
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 119
Adresse der Verbandsverwaltung: Schlossberg 6
54439 Saarburg
Website: www.schillingen.de
Ortsbürgermeister: Markus Franzen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Schillingen im Landkreis Trier-Saarburg
KarteLuxemburgSaarlandEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldTrierBescheid (Hunsrück)Beuren (Hochwald)DamflosGeisfeldGrimburgGusenburgHermeskeilHinzert-PölertNaurath (Wald)Neuhütten (Hochwald)RascheidReinsfeldZüschBaldringenGreimerath (bei Trier)HeddertHenternKell am SeeLampadenMandernPaschelSchillingenSchömerichVierherrenbornWaldweilerZerfKanzemKonzNittelOberbilligOnsdorfPellingenTawernTemmelsWasserlieschWawern (Saar)Wellen (Mosel)WiltingenBonerathFarschweilerGusterathGutweilerHerlHinzenburgHolzerathKasel (bei Trier)KorlingenLorscheidMertesdorfMorscheidOllmuthOsburgPluwigRiverisSchöndorf (an der Ruwer)Sommerau (an der Ruwer)ThommWaldrachAylFisch (Saargau)FreudenburgIrsch (bei Saarburg)Kastel-StaadtKirfMannebach (bei Saarburg)MerzkirchenOckfenPalzemSaarburgSchodenSerrigTaben-RodtTrassemWincheringenBekondDetzemEnschFell (Mosel)FöhrenKennKlüsserathKöwerichLeiwenLongenLonguichMehring (Mosel)Naurath (Eifel)PölichRiolSchleichSchweichThörnichTrittenheimAach (bei Trier)FranzenheimHockweilerIgel (Mosel)Kordel (Eifel)LangsurNewelRalingenTrierweilerWelschbilligZemmer
Karte
Schillingen, Luftaufnahme (2016)
Flonterbach-Weiher
Baumstamm-Labyrinth
Fatima-Kapelle
Wegekreuz am Ortseingang

Schillingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell an.

Der Ort liegt im Naturpark Saar-Hunsrück.

Zu Schillingen gehören auch die Wohnplätze Büdelter Hof, Hof Burg Heid, Burg Heider Mühle, Lindenhof, Schillinger Mühle, Tannenhof, Vierherrenhof, Hellberghof und Freizeitzentrum Schillingen.[2]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete Schillingen zusammen mit Waldweiler und dem halben Dorf Heddert eine eigene reichsunmittelbare Herrschaft unter der Landeshoheit des Trierer Domkapitels.[3] Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Schillingen zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Die Gemeinde war der Bürgermeisterei Kell im 1816 errichteten Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Rheinprovinz. Seit 1946 ist Schillingen Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schillingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

JahrEinwohner
1815379
1835716
1871736
1905785
1939833
1950902
JahrEinwohner
19611.100
19701.263
19871.288
20051.310
20111.222
20171.203

Schillingen ist Sitz der katholischen Pfarrei Herz Jesu im Hochwald, die aus der Pfarreiengemeinschaft Schillingen im Pastoralen Raum Hermeskeil (ehem. Dekanat Hermeskeil-Waldrach) im Bistum Trier hervorgegangen ist.[5]

Der Gemeinderat in Schillingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUGesamt
20247916 Sitze[6]
20199716 Sitze[7]
20147916 Sitze
20099716 Sitze
20049716 Sitze
199910616 Sitze

Markus Franzen (CDU) wurde 2009 Ortsbürgermeister von Schillingen.[8] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 72,48 %[9] und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 69,9 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[10]

Franzens Vorgänger Ludwig Bohr (SPD) hatte das Amt von 1989 bis 2009 ausgeübt.[11]

Wappen von Schillingen
Wappen von Schillingen
Blasonierung: „In Grün ein silbernes Schildchen, darin ein rotes Gänsefußkreuz, flankiert von zwei steigenden, goldenen Drachenschwanzrossen (Pferd mit Drachenschwanz).“
Wappenbegründung: Das Wappen des Domkapitels weist auf die jahrhundertelange Landeshoheit der Trierer Domherren hin. Die beiden Fabeltiere erinnern an eine Besiedlung des Ortes bereits in römischer Zeit. Sie sind einer Abbildung auf einem auf der Gemarkung von Schillingen gefundenen römischen Grabdenkmal nachempfunden. Die Farbe Grün symbolisiert den Waldreichtum.

Das Wappen wurde am 14. Juni 1978 genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Schillingen

Die Sport- und Mehrzweckhalle befindet sich neben der Grundschule am Ortsrand. Die Sportanlagen, zwei Fußballplätze sowie drei Tennisplätze, befinden sich außerhalb der Ortslage zwischen Schillingen und Heddert.

Stausee Flonterbach

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Zwischen Schillingen und Heddert befindet sich ein kleiner Stausee am Flonterbach mit der Spießbratenhalle, einem Waldspielplatz, einem Baumstammlabyrinth, einem Waldlehrpfad, einem Barfußpfad sowie der Fátimakapelle.

In Schillingen tätige Vereine sind der Angel- und Naturschutzverein Schillingen-Heddert, der Free Voices Gospelchor, die Freiwillige Feuerwehr Schillingen, der Kirchenchor "Cäcilia" Schillingen, der Karnevalsverein „Flontaboach“ Schillingen-Heddert, der Motorradclub Demons Eyes, der Musikverein "Cäcilia" Schillingen, die Pfarrjugend, der Spiridon Hochwald 1997, der Tennisverein Schillingen-Heddert, der Turn- und Sportverein Schillingen 1928 sowie der VdK Schillingen.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Wirtschaft vor Ort ist neben kleinerem Gewerbe vor allem vom Tourismus und der Landwirtschaft geprägt. Arbeitsplätze finden sich vor allem zum einen im nahen Bilsteinwerk, zum anderen in Trier. An der Bahnhofstraße zwischen Waldweiler und Schillingen gibt es im Ortsgebiet von Schillingen einen Supermarkt, eine über 140 Jahre alte Gaststätte und einen taiwanesischen Teeladen.[13] Teilweise auf der Gemarkung von Schillingen liegt das von der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell betriebene Freibad Hochwald mit Campingplatz.

Nahe dem Bilsteinwerk in Niederkell befand sich der Bahnhof Schillingen der Ruwertalbahn, auf deren Trasse später der Ruwer-Hochwald-Radweg entstand. Der ehemalige Bahnhof Lampaden nahe der Burg Heid lag auf Schillinger Gemarkung.

Der Schillinger Panoramaweg ist eine Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig.

Schillingen ist Sitz der Grundschule Schillingen-Kell am See. Die Realschule plus (Hauptschule mit zehnter Klasse) befindet sich in Kell am See.

Alle öffentlichen Gebäude sowie einige Privathaushalte und Bürogebäude im Ort werden seit 2013 über Nahwärme durch eine privat betriebene Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk versorgt.[14]

Persönlichkeiten

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  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 351–353.
Commons: Schillingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2025[Version 2026 liegt vor.]. S. 126 (PDF; 2,5 MB).
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 168, 491
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 26. Juli 2019.
  5. Pfarreiengemeinschaft Schillingen. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juli 2019; abgerufen am 26. Juli 2019.
  6. Schillingen, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Schillingen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. Dezember 2024.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Bürgermeister der VG Kell am See. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 8. Juni 2009, abgerufen am 31. Mai 2021.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Saarburg-Kell, Verbandsgemeinde, 29. Ergebniszeile. Abgerufen am 31. Mai 2021.
  10. Schillingen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. Dezember 2024.
  11. Schillingen: Zwei Männer, ein Ziel. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 25. Mai 2009, abgerufen am 31. Mai 2021.
  12. Vereinsverzeichnis
  13. Schillingen, Bahnhofsstraße – Hierzuland – Landesschau Rheinland-Pfalz. In: swr.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. März 2018; abgerufen am 4. März 2018.
  14. Nahwärmenetz Schillingen. Energieagentur Rheinland-Pfalz, abgerufen am 12. April 2025.